Full text: Friedrich A. W. Murhard, (1778 - 1853), Staatsrechtler und politischer Publizist im vormärzlichen Liberalismus (Teil 1)

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schieht es, so ist das Urteil ablehnend (=—). 
Dann aber bricht Murhard durch dieses Gewirr von Proble= 
men hindurch zur Thematik, mit deren Hilfe er den Leser 
letzten Endes: informieren will über das Aktuelle und zu= 
gleich dem politisch vielfach unwissenden Leser an die 
“Hand geben möchte. 
Doch kehren wir zur"Volkssouveränität"zurück! Die Titel 
seiner Werke zeigen diese Absichten Yurhards auf, In der 
"Volkssouveränität" steht zunächst Murhards kritischer 
Gang durch die Geschichte. Was Murhard da an Tatsachen 
und Meinungen analysiert, schafft eine politische Erzie= 
hung nicht gerade alltäglicher Art. Murhard gibt sein 
außergewöhnliches Wissen dem Leser bekannt mit einer 
Serie von Veröffentlichungen, die alle das Ziel haben, 
äen Deutschen politisch zu schulen, 
Gezeigt wird das relativ hohe Alter dieser Vorstellungen. 
Das Prinzip der Volkssouveränität verstand man ehemals 
so, daß es mit der Monarchie verbunden werden kann ( X. 
Murhards Anliegen zielt auf diejenigen ab, die in vielen 
Dingen liberal denken und handeln und schon früher in 
vielen Punkten Murhards Meinung vertreten haben, Dabei 
ist es bemerkenswert, daß Murhard SEHE FT Napoleons 
politisches System eintritt (—— ). Aueh Friedrich II., 
ferner Maria Theresia, Joseph II. und Katz werden - zu 
Unrecht - gelobt. Doch sieht Murhard auch die Schatten= 
( seiten dieser Keformer. Murhard zeigt diejenigen Eigense 
schaften und Leistungen, die sich in sein eigenes System 
eingliedern lassen. Es sind viele Franzosen darunter, 
vornehmlich Benj.Constant. 
Murhard schließt mit unbeugsamen Glauben an den Fort= 
schritt, daß der Weg zu neuen politischen Vorstellungen 
sich öffnet (=— ), wie es allerorten zu beobachten der 
Fall ist. "Wenn das gute Recht der Nationen auch noch so 
lange in Fesseln darnieder gelegen hat, so muß es doch 
siegen, wenn die Nacht vorübergegangen *%xz% und die Morgen= 
röte aufgeht" (=>—). 
Sicherlich ist das Ganze ein hochgelehrtes Werk, auch 
vorgetragen in einer allgemein verständlichen Diktion,
	        

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