Full text: Friedrich A. W. Murhard, (1778 - 1853), Staatsrechtler und politischer Publizist im vormärzlichen Liberalismus (Teil 1)

1# 
vention armee" 1825 (P.A. 54.9, 83.2329), GUiZ0t "Du ZOoUWVeEr= 
nement de la France depuis la restauration " 1820 (P,A,. 
Ba.2, 5243), Guizot "Des conspirations et la Justice Dpolis= 
tique 41821 (P.A,.eba), B.Constant, "Commentaire zEE sur 
OWVIage de Er Filangieri" 1822 (PA. 24.7, 5,182). Da die 
Besprechungen häufig nicht gezeichnet sind, können sie 
auch zum Teil von Börne stammen, der diese Spalten der 
Zeitschrift aovsprachegemäß versorgt. Immerhin geschieht es 
Eiykk in dem Geiste des Herausgebers, 
Murhard bringt natürlich auch Rezensionen, Lesefrüchte 
und Miscellen zur damals erscheinenaen deutschen politi= 
schen. Literatur. Die Bücher wählt er meist. so aus, daß sie 
Zu Helfern werden bei seiner Verbreitung liberaler Vorstel: 
lungen. So ist seine Ablehnung jeder resaktionären und 
restaurativen Literatur zu verstehen. Namentlich der Halleı 
Kreis wird immer wieder zum Ziel seiner Angriffe, Oft hat 
man den EZindruck bei der Behutsamkeit seiner Ablehnung, 
daß Murhsrd glaubt, vielleicht:den betreffenden Fublizister 
doch noch auf seine Seite ziehen zu können. 
Dafür bieten ein Beispiel seine Gefechte mit Görres, Es 
Klingt Murhard, Görres zur Mitarbeit an den Annalen zu 
gewinnen. Die Rezensionen, die er Neuerscheinungen des 
großen rheinischen Zeitungsmannes widmet, nehmen breiten 
Raum ein. Noch im Erscheinungsjahr des Buches. von Görres 
über "Die Revolution und“ Europa" kommt die Rezension; von 
PA +, 153 Murhard heraus ( ). Mit Genugtuung stellt Murherd 
{ fest, das der Autor abrückt von der Haitung und dem Lreis 
ben der teutschtümellen Romantik. Murhard begrüßt es, daß 
Görres zu zeitgemäßeren Vorstellungen hinfindet. Das Ergeb: 
nis dieser Anfreundung, die Ietztendes auf beider Parti= 
kularismus in der Theinischen Frage beruht, ist eine jahre: 
lange Mitarbeit von Görres an den Annalen. 
Interessant ist Murhards Verhältnis zu der damals reichlic! 
PA 8, 193 erscheinenden Literatur über den alternden Hardenberg ( 
Murhard hält es mit dem jüngeren Hardenberg und dessen 
"französischen" Periode. Mit einem resignierendem Unterton 
bemerkt er, daß man von dem großen preußischen Staatsmann 
bei fortschreitendem Alter keine radikale Umkehr zu den 
Idealen seiner Frühzeit erwarten dürfe. Wenn der "Rhein= 
preuße" Bezzenberg bei nmardenberg eine zunenmende Hinwens=
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.