Full text: Friedrich A. W. Murhard, (1778 - 1853), Staatsrechtler und politischer Publizist im vormärzlichen Liberalismus (Teil 1)

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Wir beenden hiermit unsere Darstellung und Würdigung der 
“Buropäischen Zeitung". Bewußt haben wir unser Augenmerk 
sSuf diejenigen Inhalte des Blattes zerichtet, die ein: 
wandfrei von Murhard als dem Khzfrexk Chefredakteur stam= 
men. Diese Schau hat ein absichtlich weites Feld in den 
Blick genommen, um die besondere Art der Dvolitischen 
Schreibweise Murhards dem Leser geläufig zu machen, Des= 
halb ist unsere Darstellung breiter und ausführlicher 
gehalten als wir es bei der weiteren Schiläerung des Mur= 
hardschen Gesamtwerkes tun können, soll nicht der Rahmen 
unserer Abhandlung allzu sehr angespannt werden. Diese 
Begrenzung unserer Darbietung wird aber unserer Meinung 
nach such deshalb vertretbar, weil in den Spalten der EZ 
keimhaft fast sämtliche Themen angesprochen oder doch 
zukunftweisend angedeutet werden, denen die gesamte spä= 
tere Arbeit Murhards gilt, naturgemäß um soviel Erfahrun= 
gen und Einsichten vermehrt, die das politische Leben und 
das persönliche Denken während der folgenden Jahrzehnte 
für Murhard geliefert. Was wir bei solcher Ausgangslage 
in unserer Darstellung des weiteren abzuhandeln haben, 
wird diese Tatsache erhärten. Damit wird aber auf einer 
höheren Ebene evident gemacht, wie der Gedankenkreis des 
Frühliberalismus einen verhältnismäßig kleinen Radius 
hat. Hier aber liegt eine Besonderheit des Murharäschen 
Schegeibens, daß er aus den uns bekannten Gründen sich 
durch seine Weltorientiertheit bemerkenswert von der Art 
zeitgenössischer politischer Schrifteheller unterscheidet; 
es sei z.B. an seine Behandlung außenpolitischer Fragen 
erinnert. Bei Würdigung aller dieser Tatsachen sind wir 
berechtigt, Murhard einen unverwechselbaren Platz im 
vormärzlichen Liberalismus zuzusprechen.
	        

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