Full text: Friedrich A. W. Murhard, (1778 - 1853), Staatsrechtler und politischer Publizist im vormärzlichen Liberalismus (Teil 1)

gewähren zu können in dieser inneren Staatskrise”, 
EZ 17,23 Wie ganz snders stellt sich Normerike vor ( ). Das 
Geheimnis seines großartigen Aufstiegs beruht - neben dem 
natürlichen Reichtum des Landes an Bodenschätzen, weite 
des Raumes und hoher Bodenbonität - in seiner hervorragend 
gut funktionierenden Bundesverfassung. Seine innerstaatli= 
che: Verfassung: besitzt:alle: Vorzüge der englischen: ohne 
deren Mängel. Gewiß, USA hat keine Militärlasten zu tragen 
da kein Gegner für das Land besteht. Die betonte Fried= 
fertigkeit dieser Nation, die Achtung anderer Völker sind 
beispielhaft. Entsteht aber gelegentlich ein Gegensatz zu 
einem anderen Staat wie unlängst zu Spanien wegen Florida, 
so greift man nicht zu den Waffen, sondern beschreitet den 
Weg. der Verhandlung. Bedauerlicherweise herrschen in 
Südamerika die europäischen Methoden, mit denen aber Spa= 
nien bald in seinen dortigen Kolonien Schiffbruch. erleiden 
wird. 
Eine weitere Gruppe widmet. Murhard dem Verhältnis der 
Staaten zueinander, wohl wissend, daß hier ständig Gefah= 
ren für den Frieden lauern, So tritt er mit sichtlicher 
Empörung Gerüchten entgegen, die da behaupten, Nordamerikse 
EZ 14,133 Suche krißerische Konflikte mit Zuropa ( ).. Purer Un= 
sinn sei solche Furcht, beruhigt Murhard seine Leser, Was 
. soll denn Amerika auf dem alten Kontinent suchen? Haben 
die USA doch alles - ausgenommen das SchlechtZ - in viel 
reicherem Maße und in viel besserer Qualität. Umgekehrt 
wäre es eine Torheit, wenn europäische Staaten den Spa= 
niern in ihrem ausichtslosen Unterdrückungskampf gegen 
die Südamerikaner eingreifen würden; ein Gedanke, der in 
den abwegigen politischen Anschauungen üer Heiligen Alliar 
wohl auftauchen könnte, Europa sollte dem Freihei tskampf 
mindestens mit wohlwollender Nautralität zuschauen und 
sich dadurch einen zukünftigen wertvollen Handelspartner 
sichern. Selbst der vielleicht ausstrahlende Republika= 
nismus sollte Europa nicht schrecken; er sei kein Grund 
wie der inzwischen reaktionär gewordene Chateaubriand 
vorschlägt, mit Feuer und Schwert dagegen vorzugehen, 
Diskutabel sei der Gedanke, daß bei weiterem Aufblühen 
Amerikas schließlich die gesamte abendländische Kultur
	        
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