Full text: Rede bei der Weihe des neuen Gotteshauses der israelitischen Gemeinde Westerburg, am 20sten Juni 1823

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feit am Men, Vorurtheil und irrige Meinlmr 
gen, von innen und, von außen, seiner Err 
Hebung entgegenstellen, aber nur festes Vers 
trauen auf den Vater des Lichts und der Liebe! 
Er wird alle seine Kinder erleuchten, und wie 
durch ihn Israel so schnell sich aus dem 
Schlamme der Verderbtheit herausgearbeitet, 
und die in unserm frühern, traurigen und 
schmachvollen Zustande, erzeugten und tief ge- 
wurzelten Uebel, obgleich nicht wie jenes, in 
der egvptlschen Sklaverei verdorbenes, Ge 
schlecht in so kurzer Zeit ganz ausgcstoröen, 
doch sehr geschwächt sind: so werden auch durch 
ihn, Wahrheit und Liebe immer mehr triumphir 
ren, und der Iisraelit, durch sich und durch 
die Weisheit und Humanität edler Regierungen 
und Menschenfreunde, im Genusse eines bessern, 
moralischen und physischen Lebens, wird seinem 
christlichen Bruder die Hand bieten, und beide 
zugleich werden mit Maleachi sagen *): haben 
wir nicht alle einen Vater? schuf unS nicht 
Ein Gott? warum soll Bruder gegen Bruder 
treulos handeln! — O, laßt uns wonne, und 
vertrauensvoll unsern Blick zu ihm erheben, 
von dem alles Licht und Leben ausströmt! det 
dir. Gemeine dieses 'Orts, wie seit dem 
Oktober 1619., immer mehr seine unendliche 
*0 Maleachi 2, 10.
	        

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