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und Aufopferungen Davids und Salomo s, für
jenen Tempel in Jerusalem? Glaubten wvhl *
diese Frommen, der König aller Könige wohne
nur in prachtvollen Gebäuden, wie die Könige
der Erde nur in prächtigen Pallästen? Nannten
sie jenen Tempel, darum Gottestempel, weil
nach ihrer Meinung nur da Gott seinen Wohnsitz
habe, und man ihm an diesem Orte näher sei, alS
irgendwo sonst? Gewiß nicht, meine Freunde.
Wohl wußten unsere Vorfahren, daß an jedem
Orte, auch zu Hause und in der Einsamkeit ein
Tempel ist, wo man den Allgegenwärtigen anbeten
und sich mit ihm unterhatten könne, — in welcher
tröstlichen Gewißheit, wir auch seither andere
Häuser zu Bethäusern geweihet, und dort, wenn
wir gleich die Gemeine des Raums wegen treu,
tun mußten, manche frohe Stunde der Andqcht
durchlebt haben. — Aber weil unsere Vorel,
lern, von der Nothwendigkeit religiöser Ver,
sammlungen überzeugt, an die Stiftshütte incher
Wüste und den Tempel in Jerusalem, zu die,
sein Zwecke vieles gewandt und sie so wie jene
Orte zu Silo, Gibeon, Hebron u. d. gl. zum
Gottesdienste bestimmt haben, weil diese Wol),
nnngen und Orte, einmal geweihet, durchaus
zu keinem andern Zwecke gebraucht werden durf
ten, und darum schon deren Anblick an Gott
erinnerte, darum nannte man sie heilige Orte
und in sofern sich das von dem höchsten aller