thumbs: Gedichte

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1848. 
Ein wilder Sturm ist in die Welt gefahren, 
Durchwühlt die Völker, wie ein brausend Meer. 
Prophetenstimmen aus verklung'nen Jahren 
Ziehen wie Posaunentöne vor ihm her. 
Entfesselt sind der Geister wilde Schaaren 
Und die Empörung schwingt den blut'gen Speer. 
Es ist ein Toben und ein wildes Kämpfen, 
Als wälzte sich die Zeit in schweren Krämpfen. 
Wer ist der Steuermann in solchen Wettern, 
Wer ist der Geist, der über'n Wassern schwebt? 
Ein Herrscher, der das Schiff aus morschen Brettern 
Maschinenmäßig durch die Wellen hebt? 
Ein Feldmarschall, der unter Bombenschmettern 
Sich in die Weichen der Empörung gräbt? 
Kann Menschenweisheit jenem Sturm gebieten, 
Gibt uns ein Machtwort den verlor'nen Frieden? 
Wohl mag ein Stern uns aus den Wogen retten, 
Doch keiner, der auf Uniformen blinkt, 
Wohl eine Hand vermag uns warm zu betten, 
Doch keine, die ein irdisch Scepter schwingt.
	        
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