Full text: Reden, gehalten bei der Beerdigung des Herrn Ferdinand Gamburg in Frankfurt a. M. am 11. und 15. September 1892

— 17 — 
Gefilde der Seligen, geschmückt mit dem herrlichsten Kranze, 
dessen einzelne Blätter die Namen seiner unzählbaren Wohl 
thaten tragen. Während nun aber Ferdinand Gamburg 
den Lohn für seine guten Thaten erntet, stehen diese seine 
jüngsten Kinder, Suppenanstalt, Soden und Nauheim, ver 
waist da und blicken bang in die Zukunft, da der Mund 
ihres sorgsamen Vaters, der für die hungernden Kleinen 
stets ein freundliches Wort, für die armen Kranken jederzeit 
einen Trost bereit hatte, da dieser Mund nun aus ewig 
verstummt ist. Darum tritt an uns, an seine Kinder, 
Freunde und Bewunderer die unabweisbare Aufgabe heran, 
uns ihn als leuchtendes Beispiel der Menschenliebe und 
Wohlthätigkeit stets vor Augen zu halten; andere Männer 
müssen in seine Fußtapfen treten und seine Werke der 
Wohlthätigkeit pflegen und weiter ausbauen, dann werden 
wir den Erfolg haben, daß die bemitleidenswerten Hung 
ernden, daß die der Pflege bedürftigen Kranken nicht all 
zusehr vermissen ihren unvergeßlichen und unersetzlichen 
Freund Ferdinand Gamburg.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.