Full text: Geschichte der Kirchenvisitationen der Hanauer ev. reformierten Kirche im 18. Jahrhundert, dazu: Geschichtliche Abhandlung über die Hanauer Quartal-Convente im 17. Jahrhundert

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Pflichten zu folgen bereit sei, mithin um unsere gnädigste Einwilligung 
zur Annahme dieses Rufs sowohl als auch um die Entlassung seiner 
bisher allhier geleisteten Dienste bei uns unterthänigst nachgesucht hat 
und Wir dann zwar gewünscht hätten, dass gedachter Co.-Rath Endemann 
seine sowohl mit unserm als auch einem ganz allgemeinen Beifall uns, 
dem ganzen Kirchenwesen und der hohen Landesschule geleistete vor- 
zügliche treue und erspriessliche Dienste fernerhin mit dem ihm eigenen 
Eifer hätte fortsetzen mögen: so haben Wir jedoch zur Bezeigung unserer 
besonderen Teilnehmung an dem Wolstand der Universitaet Marburg 
und zu Beförderung deren mehrerer Aufnahme keinen Anstand nehmen 
wollen, Ihm, Co.-Rath Endemann, als auch einem durch seine Recht- 
schaffenheit hierzu vorzüglich tüchtigen und geschickten Mann nicht 
nur unsere Höchste Einwilligung zu Annehmung sothaner Stelle, sondern 
auch die nachgesuchte Entlassung seiner bis in das dreissigste Jahr da- 
hier zu unserer vollkommensten Zufriedenheit geleisteten treu unter- 
thänigsten Dienste in Gnaden hiermit zu erteilen und unter Zusicherung 
unserer Gnade demselben hierüber gegenwärtiges Zeugnis seines besonderen 
Wolverhaltens mittelst dieses Abschieds anfertigen zu lassen. 
Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedruckten 
Fürstl. Secret Stempels, 
So geschehen 
Hanau, den 24. Januar 1782. 
(1... S.) Wilhelm, EPz, Hessen 
vdt. Malsburg. 
Georg Merz 
schliesst die Reihe der Inspektoren unserer Hanauischen ev. reformierten 
Kirche im vorigen Jahrhundert. Seine Gestalt ragt bis in das gegen- 
wärtige herüber als des letzten Orthodoxen der alten Schule, eine einsam 
stehende Säule aus verschwundenen Zeiten. Er war, ehe er zur Leitung 
der Diöcese berufen wurde, 2. Pfarrer an der reformierten Kirche und 
Consistorial-Assessor zu Hanau gewesen. 
Ihm fiel die undankbare Aufgabe zu, alte und abgelebte Institutionen - 
vollends zu Ende zu führen. Hinsichtlich der Convente, auf welchen 
nach Endemann die Pfarrer „eine besondere Probe ihres Fleisses und 
ihrer Geschicklichkeit“ ablegen sollten, gieng das am ehesten und 
gründlichsten. Von den Quartal-Conventen der unteren Grafschaft ist 
längst keine Rede mehr. Nur ein Pastoral-Convent pflegt noch alljährlich 
einmal gehalten zu werden, zu welchem abteilungsweise eine Anzahl 
Prediger beschieden werden und mit Unlust erscheinen. Die dogmatischen 
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