Full text: Friedrich Wilhelm August Murhard

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der reinen Demokratie, weil nur für räumlich kleine Gebiete denk- 
Bars "Dgelchnt und für unmöglich gehalten wird, bei der verschie- 
denen Eignung des Zinzelnen durch höchst ungerechte Nivellierung: 
methoden dem Volke völlix die hegierungstätigkeit zu ln 
ten, warum „auch die einfache Demoktabte Seit jeher als eine der 
unvollkommensten Verfassungen angesehen warde (ob0. 20-29), Viele” 
mehr wird die Fiktion von der Übertragung in der. Ausübung des 
Gesamtwillens angenommen im Verhältnis zur Belassung seiner Sub- 
stanz bei der fommnittierenden Gesamtheit des Volkes,und dadurch, 
dass „allzeit bloß eine Bevollmächtigung zur Ausüb ng der öffent- 
lichen Gewalt namens der Gesamtheit, nie aber von Seiten dieser. 
eine Veräusserung ihres vrerrunglichen Rechts stattfindet” (ebd. 
15), der Gedanke von der Unsitt lichkeit der Intäusserung des 
;Persönlichkeitsprinzips im Wesen der Volkssouveränität nach Rous 
5eaus Beweisführung festgehalten (ebd.37), / 
Hergeleitet aus dem Gedanken der natürlichen Freiheit. 
und verflochten mit dem Gesellschaftsvertrag wird die Volkssouve- 
ränität zum Zentralpunkt des. Staates und die Erörterung des Ge= 
samtwiklend auf repräsentativer Grundlage zum Harmonie schaffen- 
den Organisationsmotiv. Die ursprünglich naturgemässe Einheitlich 
keit der Volkssouveränität litt nach Murhard am stärksten unter 
ler historischen Ausbildung des erbmonarchischen Staates mit dem 
Sipfelpunkt der Legitimität, DenSehhtt, den men in die reine 
Juelle gesenkt hat, gilt es auszuräumen und in genugsam angedeu- 
tetem Hinblick auf die Gleichheit in der Ursprünglichkeif de8 
bürgerlichen und volitischen Rechts, der gleiches Ötimmrecht zu 
allen Staatsanordnungen und gleiche Teilnahme au den Vorteilen. 
des Staatsvereins entsprechender Ausiruck Sind, die Frage aufzu- 
wergen, wie eine US CANUNG mit der zumeist bestehenden monarchi- 
schen Regierungsform ermöglicht werden kann, 
Mit dieser Frage werden die bisherigen hauptsächlich. 
philosophisch-staatsrechtlichen ärörpterungen zugunsten mehr poli- 
tischer zurückgedrängt 209 SsOht8 der Verhältnisse in den deut 
Schen Staaten, Grundsätzlich muss mit dem Legitimitätsgedanken. 
gebrochen werden,dass es eine besondere Klasse von Menschen gäbe, 
üie vor anderen zur Aeglierungsführung begabt 361 (VoRkS60uvV,B); 
andererseits ist Volkssouverägität durchaus nicht „Abhängigkeit. 
üer im Staate aufgestellten ötaatsgewalt von den zufälligen Mei- 
nungen des grossen Naufens" (ebd.53), Es muss vielmehr in der . 
Volkssouyveränität „Kants Selbstgesetzgebung der Vernunft” (ebd.55) 
erblickt werden,und dann verliert sie als a@thisches Prinzip al- 
les scheinbar staategerährliche, An die Zinschätzung Ludwig XVII. 
egenüber Ludwig XIV. durch Chateaubriand gemahnt es, wenn dureh 
 eornabne dieses Gedankens ein neuer und höherer Glanz für das. Se 
erbmonarchische System prophezeit wird (900-2877 das besteSchutze 
mittel gegen Usurpation und Revolution (eba,.28). Das Ötaalsober- 
haupt er seinen Kechtstitel durch Vebertragung als künstliches 
Yrgen empfangen; und keine Herabwürdigung zur obersten  eoletEr 
person.liegt darin, wenn. ihm zugleich das Attribut der Majestät 
ZzugeSProchen wird und zwar vor allem die unverletzliche und in- 
 boellabie (ebd.17). Alles dies jedoch nur bedingungsweise; denn 
„die Nation bildet sich nach dem bloßen Rechte der Tatur,die Ro= 
giorung ist Regierung nur nech dem positiven Rechte” (98.133) 
und darum bei Vißständen in Ausübung ihrer Tunktionen absetzbar. 
Wer wie Haller keinen QESEL LEST EATETLTAG kennt,darf auch die 
Volkssouveränität ablellnen; wer aber wie Pölitz oder Jordan ihn 
annimut, muss auch folgerichtig die Volkssouveränität aufnehmen, 
Denn wenn das Volk. die staatsbildende Kraft in sich trägt,dann 
kann weder von Fürsten die Rede sein,die A 
schenken, noch von Interhandlungen zwischen Fürsten und Volk, 
deren Ergebnis normative Bedeutung für dos gegenseitige Verhält- 
nis haben soll (ebd,.197), Aus dem natürlichen W£llen des Volkes 
entspringen die pos£tiven Gesetze einer (Sem Regierungskonstitus 
tlon, die legislativ@ wie die exekutive 800.132). Dazu ist der 
yohr®e‘ Gesamtrille ENT AUT EST als befähiet,demn er „Ast 
mmer gerecht und gütf‘) (Init.415).. x EEE N 
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