Full text: Friedrich Wilhelm August Murhard

Völker zu knebelm. Men hätte Frankreich nicht so schwächen sollen; 
„der Jubel Furopas bei dem Sturze Napoleons möchte wohl einige 
Aehnlichkeit mit demjenigen der griechischen Städte 2200 als Rom 
iieselben vom Joche Phihipps befreit hatte"( Pol.Ann. /304). VA 
Jberhaupt Nepoleon; über ihn muss das Urteil, wie es lendääufig On 
geht, stark revidiert werden, meint lurhard, Napoleon bötte Qie 
”elt revolutioniert. Er wäre zum grössten Zivilisat@r der Mensche= 
heit geworden gleich einen Friedrich d.Gr, und, F86N1D6t0R, 6 be n 
ihn außer der Mecht nur andere Menschen zur Soite gestanden (Pol. 
Ann.4/1 ff.). Und wie seine Regierungstätigkeit, so wiensie Jet 
ohne Abschluss gewaltsam beseitigt, die beste Widerlegung 15% da- 
für, dass auch der genialste Herrscher heutzutage Pe 
Anteilnahme des Volkes rexieren kann, so ist es sicher,dass Napok®e 
jean m reinen System des Konstitutionalisms übergegangen wäre, 
6 * . 
‘Aus dem Volke heben sich die Kräfte des Neuen, das ist 
imuaer wieder lMurhards Gedanke, das Volk, das äüie Intolligon& birgt 
Die von. solcher Erkenntnis erfüllt sind, bindet ein Gemeinsamkeits 
sefühl,das über allen nationalen Raum h&änausfuührt (Pol.Ann.10/4), 
and. die Menschen auf einem höheren Nivau scheidet in solche ‚die‘ 
Jas Alte und das Neue auf ihre Fahmen geschrieben, in die „fist je 
rischen und die Rationalenm”", in die „Revolutionäre” und die „Ge= 
senrevolutionäre”", in die „Servilen" und die „Liberalen* (ebd. ).... 
Ticht die unter ihnen, die in lächerlichen und maßlosen Übertrei- 
hungen den Vorwurf zu Ausnahmegesetzen und Reaktion gegeben, und. Ss 
jie durch Dummheit und Aberwitz den „trefflichen Herbst von 18019" 
aingebracht haben (Pol,Ärnn.3/340 41), führen die neue Zeit 
sondern die im ernsten Willen, und rastloser Arbeit an sich selber 
and an den Aufgaben ihres Staates und des Öffentlichen Lebens . 
Kräfte einsetzen.„Die Keime sind gelegt zu Blüten und Früchten, 
die weidlich anreifen werden, waltet nur Besonnenheit, Vertrauen 
and Geduld" (Pol.Ann.2/242). Egoismus und Selbstgucht und üie EI De 
sünde der menschlichen Natur, die Herrschesucht, ummöglich machen. 
und der Willkür ein Ziel setzen durch Verfassung, Gesetze und. 
politische Einrichtungen (Pol.Ann.1/251 u.253): das ist die L&—- 
sunz des Problems von Regierung und Volk. Findet die im Sinne des 
Liberalen Gedankens statt, dann wird auch schliesslich «m BR 
Deutschland aus dem Fieberzustend, in dem es seit mehr denn 30 
Jahren von Yrost und Hitze abwechselnd erschüttert wird, genesen 
and erstarken (Pol.Äänn.6/47).
	        
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