Full text: Friedrich Wilhelm August Murhard

8011" und „dass dies der Beruß aller Männer des Landes sei"(ebd.) 
Der Gedanke der allgemeinen Wehrpflicht schwebt vor in den Formen 
der Volkemiliz des Landwehrsystems, Körperliche. Ertüchtigzung le8 ze 
ganzen Volkes, jeder s0ll ein starker Mann werden, an den Gewandte= 
Zeit und gutes Techten und Springen nicht angestaunt werden sollen 
als etwas besonderes. (Pol.Ann.1 /149) . Ein Jemmer, dass die Turmme, 
kunst. „an der Schulfuchserei ihrer Lehrer escheitert ist",(e 50,) 
Aite aus einer Betätirgungsform draussen im  Profen Feld des Lebens“ 
zu einer Schuldismiplin geworden, Nicht wie „Hasen, die nur in 
ihren Beinen Schutz gegen Hunde finden" (ebd,), sondern als sta 
ker Mann soll der Bürger sein Leben führen, der geübte Mannesarm, 
„der das Misen zu führen und zu entbehren gelernt hat” ‚9011 das” 
Palladium sein; und das ist auch die „Brücke,die vom dem Körper 
zum Geiste Führt" (ebd.). ® | | | | 
/ Nicht minder verderblich als das Militär „ist das Heer 
besoldeter Beamter, die einen eigenen x*%gaNEN Stand im Staate bil- 
den” (Pol.Anm.6/ 313. Die Beamten sind es, die das Uffentleha 
Leben dos Volkes vergiften, die „jedes Gefühl von Selbstständig= . 
keit und Freiheit so ganz in seinen Herzwurzeln durehschnitten” 
(eba.)., Wie die Heeresangehörigen sind die für jede „Art von Pros 
duktion" verloren,und wie ihre Sähne es unter Würde halten ‚ein A 
Haerk zu erlernen, so fallen die Väter als Pensionäre den ‚4 
zurnterletzt zur Last. Während man die oberen Besmten, die Ministe: 
überwacht, vergisst man nur zu oft, dass es die hunderttausend‘ 
kleinen Beamten sind, „die täglich fast in allen Verhäßktnissen‘ 
des Lebens mit Nadelstichen im Verborgenen"” das Volk quälen und 
wie „‚Vampyre sein Alut im stillen trinken", Wo ausnahmsweise der 
Beamte die Sache des Volkes vertritt, da wird ihm auch das Volk 
seinen Schutz zewähren gegen die Regierung, die ihn niemals willktr: 
lich entlassen darf ohne Verhör und Verteidigung (Pal.Ann.5/188). 
Aber gegen die Zlenden vorgehen zu können, muss der Weg Uffent- 
licher Klage freigemacht werden, / Se 
Das schliesst die Forderung nach einer Revision der 
djerichts—- und Vermwaltunsordnung ein, Die Geheämmiskrämerei muss 
aufhören; öffentlich sollen alle Verfahren, Geschäfte und Papiere 
veführt werden (”ol.Ann.6/35). Der ehemalige Bürger des Xünig= 
Teichs Westfalen spricht, wenn er „nur durch unparteiische,aus. 
dem Volke selbst gewonnene Geschworene“ die Wage der Gerechtigkeit 
yichtis geführt sieht (Pol Ann.2/371),wie da@mn auch aieselben 
Erinnerungen es sind 2 die ihm elle Fronden und Leibeigenendienste 
80 verhasst machen (%.Z.Ur 37; Pol.inn.10/153). Ohne es klar ans- 
zusprechen, ist er gezen die RR Todessprafe, in der die Gesellschaft 
das grösste Verbrechen dadurch bestraft,dass sie sich „selbst des 
Yordes schuldig“ macht, (Pol.Ann.11/105), | SA 
. Es ist der Geist fortschriff£liicher Toleranz, mit HL 
aughdie relimiös-konfessionellen Fragen gelöst wissen will. Selt= 
sam erscheint es ihm,dass „man im Lande Luthers noch ‚betr E 
überlegt, ob wohl ein Jude Schneidermeister oder A CH 
könne, ohne dass die Achse der Welt breche" (Pol,Amn. 1 dd st 
der Hochmut des Menschen,dass,„wer nicht vom Adel sein kann,um 
auf Bürger herabzusehen, weni Scenu ein Christ sein will, um die 
Juden untersich zu haben" (ebd..161). Mag es auch nie gslingen, 
den Juden ranz dem Bürgerkichen Leben einzug(iedern, SO sollte 
doch der Gedanke, wieviel grade jahrhundertelange Verfolgung und 
Missachtung diese Leute zu dem gcomacht haben, was sie uns fremd 
erscheinen lässt (Pol.Ann.7/27«28), kräftig dazu beitragen,dass 
verade die Deutschen dieses ‚garstige Muttermal",„ „diese Schulfuch- 
serei"” eines lächerlichen,. kleinlichen Antisemitismus beseitigen 
/ / Mit ruhiger Gelassenheit, die genz gan die von 6851.00 6 
jleichgiltigkeit der AuFK1BrEng gemahnt, nimmt Murhard auch StOA= 
lung zu den Fragen,der christlichen Religi on und. der Lirche.sein 
Ideal wäre os, die Kirche besässe kein Vermögen; und dass der 
Staat geistliche Güter einzieht, begrüsst er als Heilmitte 1,010 
Kirche vom Missbräuchen zu bewahren, umd sic zu? Verinnerlichung 
zurgckzuführen (Pol.Ann.1/448). Dagegen trifft es MM ‚ Hass Joggen 
Auftreten der Kirche vor gllem ihrer Diener im ‚Litischen Dienst 
oder als geistiges KnebPlun.„Prinzig (POL,Aus.4 481 21,069, ee 
DATE Srsprungliche Einheit dor Ohristlichen Kirche verloren, 
ging, ist eim Verlust, ı = + genwer wıegt wegen SeiNGF
	        

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