Full text: Friedrich Wilhelm August Murhard

stellen zwischen einer ersten und zweiten Kammer in dem 3imne, 
ale in jener die Flemepko: de5 "STNEILUNGETTIBAING 7 10 G4eOREL 
die des "Bewegungs- und Vervollkommnungsprinzips" sässen. (Pol, Ann. 
10/350). Wo dies der Fall, da ht 65 UERSLI für das En dee dene 
zen und die Auflösung gebracht wie in den Zeiten der französischen 
Revolutkon bei dem Räte der 500 und dem der Alten (ebd, ).Niemals 
aber kann eine Pairskemner die. Vermittlung zwischen Volk und Re- 
gierung abgeben,sie wird vielmehr die notwendige Zinigkeit zwi- 
schen Regent und Volk in allen großen und entscheidenden Fragen 
erschweren. Denn die Pairskommer hat immer aristokrratischy0ligamw 
chische Neigungen; hat sie such in England ihre Verdienste, So 
hat sie doch andererseits dort die Herrschaft der Aristokratie 
vorbereitet, die „jetzt wo tief begründet ist und mit den Interes- 
sen der Majorität im Volke stets in Xonflikt tritt“ (Pol.Ann,10/349% 
In den kleinemen deutschen Staaten, wo „ein Landrat würde weit : 
weniger kostapl0116 sein und wesentlichere Dienste leisten,als 
unsere Schattengebilde von gesetzgebenden Körpern und Parlamenten" 
(Pol.Ann.4/149), die Pairskammer  Sinzuführen damit der Adel „wie 
Montesquieu und manche Staatsleute meinen" als „unentbehrliche 
Stütze des Thrones" funktionieren künnen, ist ihn zbitterer Spott 
auf uns und unsere politische Lage" (Pol,Änn.4/158). 
' Wenn auch nicht gzel@ugnefwerden kann, dass die DeputierTw 
tenversammnlungen in den deutschen Staaten „weder für die Vissenye 
schaft noch für das Leben" von großer Bedeutung waren, auch die 
öffentliche Teilnahme nicht besonders im Anspruch nahmen” (Pol. 
Ann. 7/3), 30 gehören sie aber als wesentlichster Bestandteil zur 
Forderung eines konstitutionellen Staates (ebd,); und bei der. 
Bedeutung des Formalen, das nirgen&g DOher SnNzUGTULSSON ist als 
wo es Freiheit, Glück und Ruhe der Völker gilt, (Pol,Ann.8/198), 
wird sich wohl auch die imnere Kräftigung einstellen, die das tn- 
sgtrument der Deputiertenversammlung SO jeistungeräh1e MOOHtANLS 
man in anfänzlichem Überschwang gehofft]. Es 1iegi U erhaupt in 
der reizbaren, unstäten und schwer zu befriedigenden Stimmung un- 
serer Zeit, dass sie rasch von einem Äußersten zum andern über- 
EPrinEt (Pol,Ana.7/9), Davor ist zu warnen und wmsOo fester an dem 
Glauben und der Überzeugung zu hängen,dass die funktionellen Bin-=- 
richtungen einer rerräsentativen Verfassung, wenn auch nicht das % 
Allheilmittelzu so doch das einzige sind, das Besserung Ing: A 
Leider muss die Meinung, dass Volk und Volksvertreter MER e 70! 
nur zu oft als gofähriicher Irrtum bezeichnet werden (Pol,Ann. 7/9). 
Nur zu leicht werden die Volksvertreter zu Siner besonderen. Kaste, 
die das Volk vom „Genusse seiner ersten und heiligsten Rechte” 
ausschliessen, Dem ist dadurch zu begegnen,dass die Parlamente 
mit kurgen Fristen eu gewählt werden (PoL-Ann.3/380); dass man 
dabei verdiente Männer erneut deputieren darf, ist eine Billige 
keitsforderung. Wichtig vor allem ist die parlamentarische Schu- 
lung. Es ist „eine Folge unserer politischen Lage und unseres mo- 
tapkysischen Charakters" (Pol.Ann.7//5),sagt er von den Deutschen, 
dass „die Kraft dieses gewiss reich begabien Volkes im Gebiete _ 
der Politik vor allem auf das Schreiben gewandt ist; und ehe sie 
zum Handeln kommen, ‚wird entsetzlich viel geschrieben und immer 
geschrieben, A noch weniger ‚rn not ist 
(5.2.11 8), und diese/Kräft und „Arnst und Gründlichkeit,und ein 
Sufrichtigen Streben, das Bessere, wo es erkannt wird, zu errei- 
ehen" (Pol.Anmn.7/6) /werden bei stots zunehmender Uebung zu der 
Gewandtheit und polÄtischem Takt führen, über dessen Mangel getzt 
goch Tranzösen und Engländer spotten. Das Sachliche muss in den, 
Mittelpunkt treten; es geht nicht, dass ein Abgeordneter aus DpeoT- 
sönlichen Gewissens bedenken sein Mandat aufgibt, weil ei ya vn 
lerzenheit gegen seimMe Ueberzeugung abgelehnt worden ist (Pol,Ann. 
7/22). Das heisst Aber keineswegs den Ständesaal „3us einem der 
GemS1N6R00n Beratıfng für das zemeinschaftliche Beste gewidmeten. 
ersamnlungsplatz) in ein Xampffeld für zwei streitende Parteien" 
verwandeln (Pol. 10/3382, 200 deshalb ist ein Abstimmen der 
Deputiorton in Art Ägrüppen verwerflich (9bd.),91n6 Ueber zeugung, 
die sehr lehrr/iich {Ast für die alte liberale In VERA DENE 10. 
Ast fü de Haltung dor Deputierten maßgebend, wie 940, 
oder auch schlie Bslieh das Volk schlechthin die SE Tan 
9Ngere Kreise, c awa die Minister bewerten, und kommen, Falls 01084
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.