Full text: Friedrich Wilhelm August Murhard

erwerben mit seiner „Dissertatio inauguralis spezgimen Historiae 
GEne Prinoipiorum Caleuli quem vocant Varietionum stetens. 
Wttic ae 17968, In steiler Kurve begann nun seine literarische 
und wissensche Ai1Liche Laufbahn anzusfeigen. Im Jahre 1797 ernann- 
te ihn die kg1.Soziutat dor Wissenschaften in Göttängen zum Asses- 
50F und erteilte ihm das Recht Vorlesungen zu halten, Es kamn hier 
nicht der Ort sein, über die ungemein grosse Zahl seiner Abhandlune 
gen, Vorträge und Broschüren (conf.das Verzeichnis in„Westfalen 
unter Hieronymus papolemn, Auguststück 1812,3,60 ff) zu sprechen, 
üie er in den nächsten Jahren in den verschiedensten wissenschaft 
lichen Vereinen, so auch bei der kaiserlichen Akademie der Wissen- 
schaften in St.,Petersburg und in FT geszeitungen, vornehmlich aber 
m „Cöttinger Gelehrten Akzeigen" Per gusbrachte , und in denen er 
8ich als ein ungemein flüseiger Schrif$steller Sowohl in mathema- 
tischen Dingen, unter denen seine nach Kästners Vorbild historisch 
zufgebaute „Bibliotheca mathemation, Göttingen 1797/1505 nit ) 
ihren 5 Danden und seine 2-bändige, Geschichte der Physik" (G8t- 
bin om 1798 23) Werke sind, die noch heute ihren Wert besitzen, 
als auch für Pragen der Sprachwissenschaft und für politische 
Jeschichte zeigte, Besonders zustatten kamen dem jugendlichen / 
„Ah“ teteller seine ungewöhnli chen Sprachkenntnisse; er beherrsch- 
ce nicht nur außer den humenistischen Sprachen sämtliche süd- und 
nordeuropäischen, sondern such, wozu die G0tta er Verhältnisse 
besonders anhielten, Slavische Sprachen; die OfPener Zeitung yon 
Jahre 1797 enthält Sogar einen Aufsatz Kurharde über die Abstam- 
mg und 429 Sprache der Ungarn in magyarischer Sprache, 
1 Bestimnend für dis spätere "atwieklung Murhards wurden 
die Einflüsse , die von den anderen Grössen unter den Gamalisen 
Göttinger Provessoren ausgingen, und die, wenn auch keines rekten 
on ıi880 Murharde vorliegen, doch aus seinen späteren Anschauun- 
5 und Intentionen, sowie aus der ungedfuckten Selbatbiographie 
Seinen {engeren Bruders Carl, der ebenfalls in Göttingen war und 
kameralistischen Studien oblag A a werden können. Murhard 
hat sicher Pütter (confer,Asdı Ba Bas 2 7 749 2), zu dessen Füssen 
41” 6 einschli e851lich der Mathematiker saß ‚ was damals im Göttingen 
atu..lerte, in seinem Kolleg über Reichsgeschichte gehört, Wie hier 
Reico_ 501..6hco für die Zwecke des Staatsrochts getfieben wurde, 
sungen des s"lerdings bald von Göttingen scheidenden Spittäer As 
aaa) 212 ff) alle Geschichte im Hinblick auf Justiz Verwals 
tung u Yoxfansung und die politische Xntwicklung eines Landes 
90048 nach dem dr ngenden ges Len$apuniten der Gegenwart? (A,.d.B, 
5.8.0.) BO Adel Landamännische Beziehungen waren 68, die beide 
Thards ia io VW... sungen des aus Cassel geburtigen Sartorius 
(A.d.B. ‚34.50, 30 17) füshrte, der zuerst unter den Göttingern. 
für die Ideen Adam Smithe eintrat, und dessen Praktika über moder- 
no D .itische Tragen, wie etwa das Zweikammeraystem besonders _ 
Gensalogischen Nachrichten der Familie Marhard" schon einmal &; 
Nacht. Die ae fomung kulturgeschichtlicher Elemente in einer ratio- 
nalistisch umiversalhistorischen Betrachtungsweise Sat9 STgün- 
send zu Sn Einflüssen treten, die am ner m für Murhard 
Erg j sind, und die von August ludwig Schlözer (4.4.B.31.31, 
567 #7) Singen. Der ehemalige Professor der russischen GeSchich- 
9, Wozu ihn die Kaiserin Katharina in Pot er aburg ernannt hatte, 
207 zahlreiche meist arli stokratische Angehötäge üer russischen und 
osteuropäischen Intelligenz nach Göttingen. Sie vorvollstähdigien 
das internationale QepTäge der unter englischen Einflüssen stehen- 
den Universität, und die Namen, die in dem Stammbuch des anderen. 
Murhard eingetragen sind (Murhard-Bibliothek), zeigen, wie mannig- 
faltig der Kreis der Freunde war, und wie stark aut gerade die 
Slavischen speziell die russischen Klemente vertreten waren. 
Dem Geist und den Stimmungen, die in solchen Kreisen auf- 
kamen, gaben die Schlöserschen Vorl Seungen bestimntere Richtung 
und Inhalte, Es ist schon mehrfach angel euvet worden, welche Be=- 
Seutng Schlösser besonders far die En ml eklung der politischen 
sind eins der grossen Kulturmittel, durch welche wir Zuropäer g8-
	        

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