Volltext: Zur Vollendung der 5000sten Lokomotive und der ersten 50 Jahre des Lokomotivbaues in der Fabrik von Henschel & Sohn Cassel

der Krankenunterstützung und dem Eintritt der staatlichen Invaliden- oder Unfallrente liegt. Beide Fonds 
sind allein aus den Mitteln der Firma gestiftet. 
Eine Krankenkasse besass die Fabrik schon seit 1854; aus derselben wurde im Jahre 1885 die 
reichsgesetzliche Krankenkasse gebildet. Diese, sowie die übrigen, auf Grund gesetzlicher Bestimmungen 
bestehenden Einrichtungen, nämlich. die Invaliditäts-,  Alters- und Unfallversicherung der Arbeiter, zu 
welchen die Arbeitgeber ganz oder theilweise die Mittel hergeben, sind von den vorgenannten beiden 
Kassen unabhängig und werden von diesen in wirksamer Weise ergänzt. Die‘ Krankenkasse gewährt auch 
freie ärztliche Behandlung der Familienmitglieder. 
Das Werk zählt einen grossen Stamm. alter Arbeiter, von denen ein Theil auf eine volle oder 
annähernd 50 jährige ununterbrochene Thätigkeit in demselben zurückblickt. 
Nach der Bestimmung des letzten Inhabers, Geheimen Kommerzienrath Oskar Henschel, treten 
die Veteranen mit dem vollendeten 50 sten Dienstjahre in den Ruhestand. Sie erhalten von diesem Tage ab 
ein Ruhegehalt von 1000 Mark, unbeschadet der ihnen sonst zustehenden Kassenansprüche und der aus 
freiwilliger Arbeit ihnen erwachsenden Einkünfte. 
Das zwischen der Firma und ihren Arbeitern bestehende Verhältniss ist immer ein freundliches 
gewesen und nie durch ernstliche Misshelligkeiten getrübt worden. Möge es auch in Zukunft so bleiben! 
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