Full text: Zur Erinnerung an die Feiern am 14. und 15. August 1910 aus Anlaß der Vollendung der Lokomotive Fabriknummer 10 000 und des hundertjährigen Bestehens der Firma Henschel & Sohn, Cassel

ständigen tadelnden Gnomen zurück. Das Spiel endet mit 
dem Preis des Heidentums der Arbeit: 
Loht nun der Arbeit Heldentum 
Mit Lorbeer uns bekränzen. 
Mög immerdar zu Deutschlands Ruhm 
Der H e n s ch e l s Name glänzen! 
Das Festspiel wurde von den Herren Ingenieur Kienast, 
Kaufmann Barnbeck und Kaufmann Mihr sehr gut zur Geltung 
gebracht. Ein lebendes Bild, die Bekränzung der Büsten 
der Henschels darstellend, bildete den Beschluß. Dröhnender 
Beifall ertönte nach dem Fallen des Vorhanges, der sich 
mehrmals heben mußte. Obwohl das Festspiel eine eigentliche 
patriotische Note nicht enthält, stimmte die Festversammlung 
nach Beendigung der Aufführung spontan das Lied „Deutsch- 
land, Deutschland über alles" an und bis gegen Mitternacht 
hielt die Feststimmung die Festteilnehmer in Wilhe!mshöhe 
zusammen. 
Die Inhaber der Henschel'schen Werke gedenken aber in 
Dankbarkeit der treuen Mitarbeit der verstorbenen und 
lebenden Beamten und Arbeiter. Nur durch treues Zu- 
sammenarbeiten Iäßt sich Großes schaffen, und sie erwarten 
von ihren Mitarbeitern, daß diese auch in Zukunst zum Hause 
Henschel halten werden. — „Liebe erweckt Gegenliebe" 
hat unser Herr Zindel trefflich in seiner Rede ausgeführt, so 
werden auch die Besitzer der Henschel'schen Werke in ihrem 
Bestreben nicht aufhören, nach bestem Wissen und Können 
das Wohl ihrer Beamten und Arbeiter, deren Familien und 
Hinterbliebenen zu fördern. 
Cassel, 8eptember 1910. 
HENSCHEL und SOHN. 
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