Full text: Zur Erinnerung an die Feiern am 14. und 15. August 1910 aus Anlaß der Vollendung der Lokomotive Fabriknummer 10 000 und des hundertjährigen Bestehens der Firma Henschel & Sohn, Cassel

durch den Erwerb der Henrichshülte ergänzt hat, ein kräftiges 
Floreat crescat. Ihr, ihren Beamten und Angestellten ein 
donnerndes hoch. 
Herr Oberbürgermeister Müller gedachte in seinem Toast mit 
warmen Worten der Tätigkeit von Frau Sophie Henschel, 
der er einen glücklichen, gesegneten Lebensabend wünschte, 
während Herr Dr. von Wild ein Hoch auf die Gattin von 
Herrn Karl Henschel ausbrachte. Weitere Festreden würzten 
das in allen Teilen gut verlaufene Festmahl, welches gegen 
8 Uhr abends beendet war. :: 
Die Festlichkeiten fanden abends ihren Abschluh in einem 
Gartenfest, das im 8tecker'schen Hotel in Wilhelmshöhe ab- 
gehalten wurde. An dem Fest, das den Beamten der Firma 
galt, nahmen auch die hiesigen und auswärtigen Ehrengäste 
zahlreich teil. Die von der Henschel'schen Sänger-Vereinigung 
unter der Leitung von Herrn Musikdirektor Hallwachs trefflich 
vorgetragenen Gesänge, komische Umzüge, heitere Vorträge 
und sonstige Belustigungen schufen eine fröhliche 8timmung 
und trugen sehr zur Erhöhung der Festfreude bei. Auch 
wurde hier ein vom Redakteur R. Spangenberg verfaßtes 
reizendes Festspiel in Versen aufgeführt, betitelt: „Helden 
der Arbeit". 
Eine Schmiede Vulkans im Habichtswald ist die Szene. 
Während ein Gnom über der Menschen Ungebühr schilt, 
weiß der Genius dem Vulkan gar viel von ihrer tüchtigen 
Arbeit zu sagen, wie er sie z. B. in der Henschelei geschaut, 
die die t0000ste Lokomotive schon zustande gebracht. Der 
Genius preist nun die Tatkraft und das Genie der Männer 
im Hause Henschel, die 100 Jahre so wackere Arbeit zum 
Wohle der Menschheit leisteten. Vulkan ist überzeugt worden 
von der Größe der Menschenarbeit und weist den unver- 
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