Full text: Zur Erinnerung an die Feiern am 14. und 15. August 1910 aus Anlaß der Vollendung der Lokomotive Fabriknummer 10 000 und des hundertjährigen Bestehens der Firma Henschel & Sohn, Cassel

sinnung erhallen werden, der wir es verdanken, Sie heute 
bei uns zu sehen. 
Herr Lokomolivführer Beck-Cassel erklärte: Es sei für den 
Verband deulscher Lokomolivführer eine besondere Freude, 
an dem heutigen Feste leilnehmen zu können. Auch der 
Verband werde von dem Feste berührl, müssen doch die 
Lokomolivführer die Maschinen der Firma auf den eisernen 
Strängen fahren. Zur Ehre der Firma müsse aber gesagl 
werden, daß das von dieser gelieferte Maleria! vorzüglich 
laufe. Redner streift nun kurz die mannigfachen Wohltaten, 
die der Verband von der Firma erhallen habe, zum Dank 
hierfür sei beschlossen, Herrn Geheimen Kommerzienrat 
Henschel zum Ehrenmitgliede des Verbandes zu ernennen. 
(Lebhafter Beifall). Redner überreicht darauf ein enlsprechendes 
Diplom und schließt mil dem Wunsche, daß reicher Segen 
auf das Haus Henschel niedergehen möge. Herr Geheimral 
Henschel dankl den Verlretern des Verbandes für diese Ehrung. 
Nach kurzer Pause führte dann Herr Geheimer Oberbaurat 
Müller-Berlin folgendes aus: 
Wenn mir die Ehre zuleil geworden ist, als erster der an- 
wesenden Gäste das Wort zu ergreifen, so verdanke ich das 
wohl hauplsächlich dem Umstande, daß ich als langjähriger 
Referent für die Konstruktion und die Beschaffung der Loko- 
motiven am Eisenbahnministerium gewissermaßen der Vertreter 
der treuesten und ältesten Kundin der Firma Henschel bin, mit 
der alljährlich größere Geschäftsabschlüsse seitens der Eisen- 
bahnverwaltung erfolgen. Wie in allen Berufszweigen, hat 
es auch im Lokomotivbau gute und schlechte Zeiten gegeben. 
Die schlechten liegen gottlob weit zurück, am schlechtesten 
waren sie in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, 
wo der Lokomotivbau sehr danieder lag. Als ich im Jahre 
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