Full text: Stammregister der Familie Lucae

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"Pfäizisches Museum- Pfälzische HKeimatkunde" 
Heft 1923/ 4, 5, 6 - 40, Jahrgang 
Seite 74 -—- 77 
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Ylbert Becker | Heidelberger Studenten in der Pfalz. 
© eidelberger Mufenlähne zogen immer wieder DS. Lucae, von dem uns die WNgemeine 
© Y gern einmal Herüber in unfere Pfalz. Un Deutliche VBiographie (19, 8336; GrünhHagen) ein 
A 17. Yuli lebthin waren 75 Jahre vers Heines Lchensbild entwirft, war 1644 als Sohn 
ofen, feit etwa 400 mit Mlahnahmen der Uni: eines VBrofelfors am Symnafium zu Brieg ge: 
verfirätsbehörden unzufriedene Heidelberger Siuz: boren. 1662/64 Student der T3eologie in Heidel: 
denien über Mannheim-Sudwigshafen nach Deus berg, 1664'66 in Mimwegen, Utrecht und Leiden, 
tadt a. H. ausrügten, wo fie begeiftert auf: 1667 in Frankjurt a. OD. wurde er 1668 Hof: 
genommen wurden und frohe Stunden verlebtien'‘, prediger in Brieg, dann in Liegnik. 1675 zur 
20 Jahre zuvor, 1828 [Hon, waren aus ähnligden AYuswanderung gezwungen, fand er 1676 in Raifel 
Gründen rund 700 Studenten, berittene voran, eine Stelle als Yjarrer, Zis er als Kirdenrat 
die von der Festen Menfur noch verwundeten auf und Squlinjpektor nach Siegen (Naffau) berufen 
Seiterwagen verpadt, die Übrigen zu Fuß, rhein: ward; 1694 nad) Hejjen zurücgefehrt und als 
mwüärts über Chwebingen, Mannheim, Oggersheim Metropolitan in Spangenberg tätig, wurde er 
nad Yrankienthal gezogen?; von beiden Yus: 1696 Oberpfarrer in Rotenburg, wo er 1708 {tarb. 
zügen Haben fic) jelten gewordene Bilder erhalten. Don Lucaes — MHeologijhen und hilio- 
im Hambader Felt 1852 nahm gar die ganze rigen — Schriften intereffiert uns hier vor allem 
Heidelberger BurlghenfgGaft teil. . fein Zagebuch, defjen Urichrift fich in des Ber: 
Mehr nocd) als diefe Maljenbummels interefs fafjers Familie? vererbie und von der eine UYb- 
Keren uns Yusflüge einzelner, zumal wenn es forift fiG in Raljel befand, als ein Nadiomme, 
{1 um geiftig Bomftehende junge Leute Handelt Dr. F. Qucä; 1854 die Sebenserinnerungen jeines 
und ihr Yufenihalt in der Pfalz Hterarifc feinen AWhnherrn unter dem Titel veröffentlichte: Der 
Yiieder]Alag gefunden. So fährt Yojeph v. Chronift Friedrich Lucä. Ein Beitz und Sitten: 
Cidhendorff, der bekannte Nomantiker, wie er bild aus der zweiten Hälite Des fiebenzehnten 
in [einem Heidelberger Tagebuch) erzählt, während Nahrhunderis. Nach einer von im felbit Hinter: 
des Heidelberger Studienjahres 1807/08 mit jeinem Iaffenen Handichrift bearbeitet und mit Unmer: 
Bruder im Kabrioleit nad Speyer (16. Suli ungen neblt einem Undange verfehen (Frank 
1807) um die dort angelommenen. fpanifgen furt a. U, Druck und erlag von Heinrich Lud- 
Zruppen zu fehen, deren malerijchen Borbeimar]d) Wwig Brönner). 
er uns fQildert; er vergißt aber aud nicht des Das Tagebuch des Chronifien LQucae äßt 
damals zur Ruine gewordenen uralten Domes uns in die Dültere, zerrijjene Zeit nad den 
mit feiner Kaijergruft‘. Cin anderer Heidelberger Dreikigjährigen Arieg fauen; was es 3U er: 
Siudent, €. HS. Ulexander Pagenjtecher, erzählt zählen weiß, entipricht wohl falt durdaus einer 
uns in feinen Sebenserinnerungen fejfelnd von gerade auch für die damalige Sialz trüben Gegen: 
einem Nusfiug nad) Speyer an Weihnachten 1817, wart. Bejonders felfelnd erjdheint uns, was 
vor allem auch von feinem BeJuch bei dem alten LQucae von-feinen wiederholien Bejuchen in Speyer 
Sutien|Gön, „Speyers damals berühmteltem urz vor dem bedeutungsvollen NXahre 1689 he: 
ann“ *. richtet; die Geißkerprozeifion, die er da an 
Ciner der ältelten Geidelberaer Studenten, Stillen Freitag burg die Siraben Speyers vom 
die uns Don Syener erzählen, Iqjemmt Yalr ber Dom zum Weidenhberg und dem Heiligen Grab 
icleintche CHTONit SEICOIG X Üncae . (16241 708) id) bewegen 1ab® erinnert uns an die bewegten 
Au jelm ber 1002.04 Im Seroelberg Scheologıe DHeiten, die den Hintergrund son € Sorgs 
Hubierte und in feinem fehr intereifanten Tage: %oman „Die Ialte Xitiib“ (Straßburg, Heiß) 
Duc, das Hier bisher undeachtet blieb, aud) von 90er, und das Hegt uns no näher, von Max 
mehreren Yusfiügen in die alte Kailerkadt be: Jojephs Iebensvolem „Kyrie eieijon“ (Xaijers: 
richtet. Jautern, 5. Rayfer) bilden; auch an das, was 
- _ der Siraljfunder Bürgermeiker. Bartholomäus 
Frco4n Bol. u, a. 28. Zähringer, Mein Heidelberg Saltrow 1543 in Speyer erlebte und in feiner 
[1921] 17% a EURER Tr mn „. Selbfiflchilberung uns erzählt?, 
117. Mionntsimrik des Graniensinler Ülterguaseet 1, ZUM Die Seiderung, die Lucke von feinem 
eins 19, 1911, 3 {j. (mit Bild), SeitlQrift für Schlese Univerfitätsaufenthalt zu Heidelberg uns gibt, 
wig-Solkeinijde GelGidte 40. Band: Zebenserinne: 
tungen G. Sanjfiens (nicht voäne aeoaranhiiche Sır: 5 YNadiommen bes’ TascebuGjGhreibers erfdheinen 
tämer). bis in die neuere Zeit auG. im unferem pfähziichen 
Vs 631 SS, Brandenburg, Yoleph von Eigen: KirGgheimbolanden. F. Qucä&, Der Caronifi 
Dorf (1522) 115. 25. AWitkop, Heidelberg und die Friedrich Luck (1854).347 f. 
bdeuıfdje, Diiung (1916) 150, © Sgl. U Beger, Die Prozeffion zum Heiligen 
1... Seder, DiälzilGes.in ben Erinnerungen Grab in ©neyer (Diele 81..21, 1002, 150: 7.) 
SC. S. U. Maägenkecers (Der Piälzerwald 14, 1918, 7 Yusiug Don SH. RohHl (Voigiländers DueNen: 
16111); Dal. auQ biefe 31. 50, 1913, 856 Ri. blüiGer 38} 70.
	        

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