Full text: Stammregister der Familie Lucae

dieses besonders unter seiner Leitung blühend gewor- 
denen und von 500 Schülern aus Polen,Preußen,Lithauen, 
Siebenbürgen, Ungarn, Ponmern,der Mark Lausitz,Böhmen 
und Mähren besuchten Gymnasiums. Nachdem er noch die 
Freude erlebt hatte, seinen einzigen Sohn Friedrich 
als Hofprediger in Liegnitz zu sehen, starb er 16737 
Nach dem "Gelehrtenlexicon" von Christian Gottlieb 
Jöcher, Leipzig 1750, schrieb er auch Comödien ‚Drama- 
tas und Orationes.Zurückzuführen ist die Ausführung 
des Gelehrtenlexicons auf "Schlesiens curiose Denk- 
würdigkeiten"von Friedr.Lucae 1689 S.559. Dort ist 
folgendes angeführt: Dieser Rektor (Joh.LIucae) imi- 
tirte die Methode des Iaubani mit Einrichtung der 
Lectionen und publicirte derselben Serien in Druck, 
kontinuierte auch jährlich die Festivität des Tages 
Georgi, dem Fundatori (Stifter) des Gymnasi, Herzog 
Georgio II., zu unsterblichen Nachruhm mit schönen 
Aufzügen und Komödien, desgleichen des Tages der 
ersten Fundation des Gymnasi, welcher ist der Tag 
Laurenti (10.Aug.), mit herrlichen Orationen der- 
gleichen auch jährlich in der Fastenzeit geschah und 
munterte dadurch die Jugend im Studieren auf und in 
der Redekunst. 
Meiner 6eligen Frau Mutter Vater, schreibt Frie- 
ädrich Lucae weiter, ist gewesen Herr Johann Mücks,Wein- 
händler und des Schöppenstuhl Beisitzer zu Brieg.Er 
war von Gotha in Thüringen gebürtig und mit einer 
sächsischen Prinzessin nach Schlesien gekommen.Dessen 
Vater Nicolaus Mücks stand im Dienste der Stadt Gotha 
und seine Frau kam aus dem adeligen Geschlecht der 
von Wangenheim. Die Großmutter,Herrn Heinrich Mücks 
Eheliebste, war Frau Maria Lamprecht von Berlin und 
deren Bruder Herr Johann Lamprecht noch bei meinem 
Andenken regierender Bürgermeister zu Berlin gewesen 
ist.Von diesen Eltern ist meine selige Frau Mutter als 
die Älteste von drei Schwestern Anno 1618 entsprossen. 
Ihre erste Schwester Frau Dorothea heiratete Herın 
Johann Schwedler, fürstl.Forstverwalter. Eine Tochter 
Elisabeth heiratete Herrn Ludolf Beuck von Bernburg 
aus Anhalt, Professor zu Brieg, der später in der FTfalz 
(Kurpfalz) einen FPfarrdienst annahm und auch dort ge- 
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