100
Glaubt es nicht der deutschen Hütte,
Die im Dorfe drüben steht;
Glaubt es nicht der deutschen Sitte,
Die in ihren Mauern weht;
Dürst's auch nicht den deutschen Trauben,
Nicht einmal dem Bettlerkind,
Noch dem Meilenzeiger glauben,
Daß wir hier in Deutschland sind.
Flieht, o flieht, ihr grünen Wogen,
Thut's dem Vater Rheine kund,
Was sie hier euch vorgelogen:
Hat geträumt dem Deutschen Bund,
Und im Schlaf, — daß Gott erbarme! —
Stahlen sie ihm Land und Leut',
Und Franzosen sind wir heut'.
Will es nicht gerad' verdammen:
Wer sein Kind von Haus' entfernt,
Gibt's hinaus zu welschen Ammen,
Daß der Bub' französisch lernt. —
Aber daß das Kind, das deutsche,
Man zu Schimpf und Spott verkehrt,
Daß man's die Beamtenpeitsche
Auf französisch tragen lehrt! —