Full text: Stammregister der Familie Lucae

Cs a680 $ ; Und mwunderfanı gefräftigt verläßt er Ooffe8 Ihron, 
$ A $ Di, Ta rufet In nach Oben befannter Klänge Ton. 
Sar bald erforfcht den Meifter in Ihm der Meijter dort, 
Der Amts{chreiber zu Kirchheim. nd fädt ihn ein zum ESpiefe mit unbefangenem Work, 
en Von Friedrih Luca. Sern ft’8 gewährt Und feife wie Eeoeufzer owv’ger Qual 
S EN BVeginnt durchs Haus zu zittern des kieffien Leid’® Choral: 
Vom DonnerSberg nach Kirchbeinı ft bald der Meg gethan. — Tann fauter immer, fauter fteigt’8 anf zum Kirchendom, 
Bor Jahren fchmückte dorfen ein Schloß des Zwingers Plan, Wie Jammerruf und Klage durch heißer Thränen Strom, 
Darin m Sürf ven eff ob Her Stadt Na CanD G8 fünf dag Wort der Güte, der Wahrheit Stimme Kraft; 
Das Eceepter fchwang und Leben frug bis zum NMbeineSfirand. Dazwijehen Klang des Hohnes, und Drof'n der Seidenfchaft 
Ta warb im Dienft des Zürften um fehmalen Dank cin Mann, S$ tönt der Freundfehaft Warnung, der Liebe füßer Iroftz 
Dep RFederkiel dem NMichter des Urtheils Fäden fyamn; Tazwifchen Haß und Echmähung und Tücke wild erboft. 
an Shen ME N irte mM br Sehe indie Rh, Und bang verzweifelnd wandelt der Schmerz auf Stihl gem 
Und vor der Welt ein Cröfus an Drybheng Kunft zugfeich. Er N Bes, 
Sr war. bei Zreudenfeften des Hof® gefehen gern: Und graufe Tonner rollen, einfönig, dumpf und träg ; — 
it füßem Klang den Gäjten zu dienen und dem Herrn, ca plötzlich hellt in- Wonne fich auf des SZanımer6 Nacht, 
Und gern an Heilgen Tagen: mit Jubelaut empor * Und Engelchöre Fünden Ihn, der da Oben wacht. 
Su Bott: Den Peten. gu denne: Der Engel Sparfent: Shot, Und wie Herabgetragen auf Lichtem Wolkeumeer, 
Nun übte ihm zur Eeite ein Sıhöppe Bann und Necht, Eo feterlich burchwallet ihr ang das Haus, fo hehr; 
Der odne Nichterweieheit war rohen Dünfel@ Kuccht, - S$ neigen jich die Säulen, e8 bebt der Wölbung Rund 
Der feindlich fremdem Shücke, und fremdem” Seiftesdrang, Und: Hallefuja! judelt® aus Millionen Mund. 
An Mißirauwn nur fich fabte, an Schmähnng, Nache, Zwang, Un Dafleffa ! tönt e8, (D-glbensar Alu hei: 
Sm utochte nicht zu Einne de8 Andern heiter Muth, Da frift durchs Thor gur Mancher, erfaßt von Heif’ger Scheu; 
Die Wonne, fo ihm fehenfte Apollog reizend Out. | Und: HSaflefuja! tönt e6, fo fiegreich und 10 fühn: 
Da währt „e& nicht zu fange, und mit gewaft’gem Grofl Da eilt, wie nie, die Menge In’$ Haus des Herrn zu zichn, 
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VBerfolgt er ihr beim Zürfien, und Klag auf Klage cboll. Und, fich! € Maufebt, von Buße OHR MaKdeS- Dee 
Yu Chiffern, fängt vergeffen, ward Schuld gereibt an Schuld, Das font in Nohheit fchwelgte und fajterhaftem Scherz; 
So, Hein fie auch, fo größer; des Läftermunds Gedul, SS zeiget fich von Ihränen verffärk gar mancher Viick, 
Ter fiet& ich Keß vernehmen: Gin Anıt, fo ernfier Pflicht Der Hoffahrt jüngit noch firahlte und wüjes Cinnenglück, 
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Vereine ich Ayollon und den neuen Murfen nicht. Gr aber {elbft, ter. Cchöpfer de Rarts, fo MIT 
Und‘ während unabläffig fo ward bei Hof geflagt, Bergeffen ft, verfehwunden der Seele tiefer Oram. 
War unerhört im Tienfe das Opfer felbjt geplagt; Noch einmaf; Haffchuja! Durcdhoogt’$ des Haufes Hal’nr, 
Nicht Oute haff, nicht Cifer; der Chre fein den Tod Tann hebt ‚er fich vom Sitze, um rafch davon zu wall’. 
Zu geben gaft’8, zu nehmen fein und der Seinen Brod, SF : S f . . 
Er eifet nach der Heimath, fritk. vor den Dürfen hin, 
Zerrüttet und zerriten an Seift und an Gemüth, Und wehret fich der Klage mit freiem Mannesfun; 
Schleicht er umher; da freibt’S$ ihn binaus, er eilt, er flieht Und gürig fpricht der Serrfcher : „Du Haft mir freu gedient; 
Durch Nacht und Nebel weiter; und als der Morgen grauf „Uud fehlieft Du, nicht fel c8 durch Undanf um gefühnt. 
388 Heitelberg am Necdar, das auf ihn niederichaut. - : 7 n 
„Dir ht das ernfte Mühen, die Ötedfichfeit der That 
Zu tiefer Stille ruhet die Gegend nah und fern; „Zu toch, dap ich fie opfre befchränften Geijtes Saat; 
Nur SfoctenHänge füllen; e8 ift Der Tag des Herrn. „Und nimmer werd? ich bieten dem Manne ESchmach und 
Gr eilt zum nahen‘ Tome, er fritf hinein mit Haft, Yofh, 
Und betet fang und innig, des Hödflen einz’aer alt, „Tem dort der Herrfcher Gaben der Höchüen Onate bof.— 
Bon Donneröberg nach Kirchheim {ft bald ber Weg gefhan. 
Zwei. eichenfteine febauen an flillem Ort Did au; 
Dork ruht mit feiner Gattin der Sohn Apoll’& in Rricd. — 
Bon feine8 Veindes Ruhe kein Mund erzählt, Fein Lich.
	        

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