Full text: Stammregister der Familie Lucae

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Gästen auf dem Spinett und auch auf der Orgel in der 
Kirche. Musik war für ihn eine Quelle des Trostes in 
manchen trüben Stunden des Lebens. 
Leider erlebte er nichtmehr den Besuch Mozarts im Jahre 
1778 und sein herrliches Spiel auf der Orgel in der 
Paulskirche.Unter seine Amtszeit fiel die reformatori- 
Sche Tätigkeit des fürstl.Geheimen Rates Freiherrn von 
Botzheim,im Volkmund"die kleine KExzelenz" genannt.Nach 
einem Schreiben (Staatsarchiv Speyer -"Nassau-Weilburg") 
bestätigt Friedr.Hch.Iucae am 2515.1765 in anderem. Zu- 
Sammenhang, daß ihm seit 13.1.1728 das "Praesidium und 
die Aufsicht über hiesige (Kirchheimbolander )Bergwerke" 
aufgegeben worden sei. An anderer Stelle wird L. immer 
wieder "Bergschreiber" oder "Bergpraeses"genannt. In 
Nassau-Weilburger Landen, zu denen auch Kirchheim ZE-— 
hörte, existierte weder damals noch später - im Gegen- 
satz zu Kurpfalz - eine eigentliche Bergbehörde .Eben- 
so befaßte sich LI. mit der Sicherstellung von frühge- 
Schichtlichen Funden. So geht aus einem Schriftwechsel 
(Staatsarchiv Wiesbaden) vom Jahre 1/69. hervor, daß 
auf seine Veranlassung ein "Heydnischer Stein"(römisch), 
der bei Eisenberg gefunden wurde, in die "Antiquitäten- 
sammlung" nach Mannheim gebracht wurde. 
Samuel Christian Iucae (geb.1787) schreibt in seinen 
hinterlassenen Aufzeichnungen: 
“Alle diese meine Vorfahren waren reformirter Religion, 
da aber erwähnte Elisabeth Heil, sowie ihr erster Mann 
Herr Hanenfels der lutherischen Gemeinde zugetan waren, 
SO geschah es, daß die leiblichen Kinder dieses Friedr. 
Hch.Lucae (meines Großvaters) alle zur lutherischen Ge- 
meinde getauft wurden, weiches ihr aufgeklärter und 
toleranter Vater (‚ein äußerst Techtschaffener Mann) 
gern zugab. Daher ist unsere jetzige Familie lutherisch. 
Noch jetzt‘ (1806) leben in Kirchheim Leute,welche mei- 
nen Groävater gekannt haben und ihn als einen äußerst 
rechtschaffenen Mann Schildern. Allein aber als.solcher 
hatte er auch viele Feinde,welche ihn zu schaden such- 
ten. Ich erinnere mich hierbei einer Geschichte,weliche 
mir mein sel.Vater öfters erzählte. Einige Feinde mei- 
nes Großvaters hatten es darauf angelegt,ihn vom Brode 
Zu bringen und verwickelten ihn unschuldie in ein (mir
	        

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