Full text: Stammregister der Familie Lucae

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(Iungenentzündung) ganz gefährlich darnieder gelegen. 
Aber der allmächtige Gott half ihnen auch wieder auf. 
— Die dritte größere Handschrift LIucaes, die Geschich- 
te der europäischen Universitäten hat der Sohn Carl 
drei Jahre nach des Vaters Tod unter dem Titel "Euro- 
päischer Helicon" mit dem beigefügten Bild des Autors 
(‚unter diesem Bild ist als Todestag der 14.Mai 1708 
angegeben),herausgegeben und seinem fürstlichen Paten, 
dem Landgrafen Carl gewidmet/Dieses Werk, in groß Quart 
900 Seiten umfassend,, hat jedenfalls nicht minder seine 
Verdienste wie die vorerwähnten und zur Zeit seines Er- 
scheinens, trotz des nur für einen engeren Kreis Inter- 
essierten gewiß vielfache Anerkennung gefunden? 
Carl Lucae, der die Rechte studiert hatte, lebte 1699 
zu Rinteln als Rechtskonsulent, wo er verschiedene klei- 
ne Schriften herausgab. Später Gerichtsschreiber und 
Aktuar zu Ziegenhain, hatte er sich mit Sophie Charlotte 
Toussaint verheiratet und schrieb eine Habsgurgische 
Stammesgeschichte. 
Friedrich Lucae schrieb seinen letzten Willen auf zwei 
verschiedene Aktenstücke nieder.Von jedem derselben ist 
noch das Bruchstück einer Abschrift vorhanden.Das eine 
Aktenstück beginnt in der altüblichen Form eines Testa- 
mentes: Im Namen der Heiligen Dreieinigkeit Gottes,des 
Vaters,des Sohnes und des heiligen Geistes Amen! Es ent- 
hält 13 Abschnitte und verfügt darin über das sämtliche 
Vermögen Lucaes zu Gunsten seines Sohnes Carl,"Hochfürst- 
lich hessischen Registratoren und Proviantverwalters zu 
Ziegenhayn". Indem er diesen zum "völligen Erben" ein- 
setzt, ihm alle Einzelheiten des Nachlasses ( in beson- 
derer Aufzählung bis ins Kleinste: Gold -und Silber- 
sachen, Wertpapiere, Barschaften, Bücher ‚Stuben-und Küchen- 
geräte,Kleider und Schildereien u.a.) zuweist, vermacht 
er nach Benennung einer großen Masse von Silber- und 
Goldsachen seiner "Frau Tochter" (die an sich. ja bei 
Lebzeiten Ihren Erbteil ausgezahlt bekam) nichts als 
ein "güldenes Kreuz". Dabei heißt es u.a.,wo vom eigent- 
lichen Hausmobiliar und darunter auch von Schildereien 
die Rede ist: "Soll mein Sohn Carl Lucae erben, aber 
mein gemaltes Bildni3 in Ehren halten,maßen in trucke- 
nen Farben ein großes Kunststück (Kunstwerk) ist".
	        

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