Full text: Beschreibung der Gesundbrunnen und Bäder bey Hofgeismar

4« l Abtheilung, m. Abschnitt. 
Dritter Abschnitt. 
Von den Eigenschafftro und 
Wirkungen. 
^v^unmehr können wir die Eigenschafften dieses Ge- 
o »I sundbrunnens leicht bestimmen. Ein einfaches 
^ reines Wasser gehet schon leicht durch den Kör 
per, es verdünnet die Säfte, und macht sie also flüs 
siger , es mildert einigermafen die Scharfen, und 
macht fle geschickt, aus dem Körper durch den Urin 
und Schweis fortzugehen. Es feuchtet die festen 
Theile an, es erquickt, es kühlt und stärkt in gewis- 
sem Betracht, wenn es kalt getrunken wird. Alles 
dieses hat unser Gesundbrunnen mit jenem gemein. 
Seine heilsamen Mineralien geben demselben aber die 
wesentlichsten Vorzüge eines der fürtrefflichsten Arzney 
mittels. Sein feiner Mineralgeist, sein zartes, flüch- 
tiges, lüftiges Wesen, machen denselben fähig, dieklei- 
nesten Canäle unsers Körpers leicht zu durchdrinqen. 
Sie sind die Ursach, daß eine ganze Quantität Was 
ser auch die ungewohnten Wassertrinker selten beschwe 
ret. Jener insbesondere reizet die dessen Theile ganz 
gelinde zur starkem Action, und vermehret daher den 
Umlauf des Bluts, und die Ausdünstung, er erwär 
met ohne Erhitzung, und belebet gleichsam auf die an 
genehmste Weise den Körper. Diesen Wirkungen 
folgen mehrere. Er eröffnet einigermafen die ver 
stopften Gefässe, und zertheilt die stockenden Säfte, be 
fördert die Absonderungen und Ausleerungen und den 
Appetit. Seine ihm in ansehnlicher Menge einver 
leibten Salze reizen, zertheilen das dicke Blut, und
	        

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