Full text: Beschreibung der Gesundbrunnen und Bäder bey Hofgeismar

Von der Lage des Gesundbrunnen. 19 
Eö kömmt hier, wie bey allen Mineralwassern, 
darauf an, daß die Gefäße vor dem Verschicken bey 
kühler Luft, oder in den kältern Monaten, vollgefüllt, 
gut verstopfet und verpichet, und bey kühler Luft ver 
fahren werden; nicht in brennender Sonnenhitze, da 
mit nicht das feine luftige Wesen einen Ausgang fin 
de und verstiege. Denn diese Luft ist es , welche 
mit dem Mineralgcist zugleich die Grundmischung der 
Bestandtheile unterhält, und für der Verderbung 
schützt. Gehet diese aus den Zwischenräumen des Was 
sers, die sie dicht anfüllt, heraus; so trennen sich die 
Bestandtheile voneinander, die Mineralien gehen auö 
ihrer Mischung, die Fixen davon fallen zu Boden, sie 
vereinigen sich auf eine andere Art, das Wasser wird 
unschmackhaft, und verdirbt endlich ganz. Das beste 
Pyrmonterwasser, welches sich doch sonst so lange halt, 
verdirbt, wenn die Bouteillen im Zumachen nicht sehr 
wohl verwahrt sind. 
Zweyter Abschnitt. 
Von dem Trinkbrunnen insbesondere, 
und dessen innern Gehalt. 
^^as Wasser dieser Quelle kömmt stark und in glei- 
cher Menge hervor. Nach dem Zeugniß des 
Vrunnenmeisters liefert diese Quelle in 24. 
Stunden 5042- dortiger Maas Wasser, welches, 
wenn ich das Maas zu 2. Quart rechne, 6g. Ohmen 
betragt. Zu jeder Jahrszeit hat es einerley Be 
schaffenheit. Es ist also ein wahres Grundwasser, 
welches seinen beständigen Ersatz des Abganges, und 
V 2 einer-
	        

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