Full text: Beschreibung der Gesundbrunnen und Bäder bey Hofgeismar

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Beobachtungen. 
1767. 
(Zv.) 
Eine auf der linken Seite ganz paralitische Weibs 
person, aus Marburg, hat, nach dem Gebrauche un 
sers Brunnens und Bades, ihre Glieder, so wie auf 
der gesundeü Seite, wieder gebrauchen können. 
(Zr.) 
Eine Frau, eben daher, welche in allen Gliedern 
grosse Schmerzen empfand, und fast ganz gelähmt 
war, erhielt, nachdem sie das geismorische Wasser ge 
trunken, und gebadet, einen rothen frieselartigen Aus- 
schlag, darnach aber die Befreyung von ihren Schmer 
zen, und den Gebrauch ihrer Glieder wieder. 
(32.) 
Ein Mann, zwischen 40. und 50. Jahren, wel 
cher lange Zeit offene Beine gehabt, aus welchen ganze 
Stücken Fleisch gefallen, brauchte unsern Brunnen und 
Bad mit dem größten Erfolg. Wobey noch dieses 
besondere anzumerken, daß es ihm sehr heilsam gewe 
sen, wenn er die im Bade sich ansetzende Erde in die 
Wunde gestreuet, und linnene, mit warmem Badwas 
ser angefeuchtete Tücher, darüber geschlagen. 
^ (33-) 
Ein Kaufmann, aus Sachsen, wurde von den 
blinden Hämorrhoiden sehr geplagt, und war dabey 
sehr traurig und hypochondrisch. Nachdem er unser 
Wasser getrunken und gebadet, wurden die Hämor 
rhoiden, wiewol sehr gering, fliessend; er erhielt aber 
dabey einen Ausschlag über den ganzen Leib, der wie 
lauter Leberflecken aussähe, welches ihm zu seiner völli 
gen Gesundheit wieder verhalf. 
(34)
	        

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