Full text: Beschreibung der Gesundbrunnen und Bäder bey Hofgeismar

der Gesundbrunnen b. Hofgeismar. 111 
Säure, und einem mineralischen alkalischen Salze. 
Diese Kochsalzsaure aber kann auch andere Mittelsalze 
zuwege bringen, nachdem sich solche mit einer oder 
andern, besonders kalchichten oder alkalischen Erde, 
oder auch einem entzündbaren Wesen, nicht weniger 
metallischen Theilen verbindet, nach welcher Verbin» 
düng sich auch die, sonsten würflichke oder viereckte, 
Figur des eigentlichen Kochsalzes ändert. Daß aber 
das in diesen Wassern , so wie in andern Gesundbrun 
nen , auch mit befindliche, dermalen sogenannte und 
bisher noch nicht hinlänglich bestimmte, sonsten mit 
unter ein vitriolisches Brunnen» und Mittelsalz, oder 
unter die alkalischen Salze gerechnete, somit bey den 
Bestandtheilen der Gesundbrunnen bisher etwas ver 
kanntes Natrum, wirklich die Kochsalzsäure enthalte, 
davon lieget ein sicherer Beweis in dem, durch dassel 
be und gefälltes Scheidewaffer, hervorgebrachten Kö 
nigswasser, welches das Gold austöset, Nr. wel 
ches Königswasser durch dieses Salz, eben so, und 
noch geschwinder, als vom gewöhnlichen Kochsalz, ent 
stehet. Daß aber auch entzündbare und bituminöse 
Theile mit in die Mischung dieses Natri treten, da 
von zeuget die bunte glänzende Haut, der bittere Ge 
schmack, und einiger Dampf auf Kohlen, nicht weni 
ger die, nach gelinder Evaporation, unter dem Mikro 
skop sich ergebende besondere Confi'guration der redi- 
mirten Solution dieses Salzes, welche, wenn man 
dieses Salz möglichst von den andern geschieden, der, 
so das Salmiak abgiebt, nahe kömmt, davon einige 
der schönsten, Fig. 2. abgebildet sind. Daher könnte 
auch dieses Natrum allenfalls ein fixes ammoniakalifches 
Salz genannt werden, zumal da solches in den Eigen 
schafften und auch in der Configuration, mit dem so- 
ge,rann-
	        

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