Full text: Beschreibung der Gesundbrunnen und Bäder bey Hofgeismar

Ler Gesundbrunnen b. Hofgeismar. 107 
Daher auch die Versuche überhaupt, und besonders mit 
den Reagentien, insgesamt etwas merklicher ausfielen. 
6. ) Aus dem Sediment wurde sowol die Erde, 
als das Glaubersalz, das Kochsalz, und die letztere, 
Nr. 18. beschriebene Masse, in eben dem Verhältniß 
und Eigcnschaffren, erhalten, doch schien die letztere 
Masse noch etliche Gran mehr auszumachen, welche 
denn auch leichter, als die aus dem Trinkbrunnen, 
wieder feucht wurde. 
7. ) Der beträchtliste Unterschied aber zeigte sich 
an der Masse, oder dem, was das Wasser an der 
Quelle von selbst ableget. Diese Masse war an Farbe 
dunkelgrünlicht, ine braunlichte fallend. Die Quan 
tität in der erhaltenen Bouteille war geringer, als die 
aus dem Trinkbrunnen. Die bunte bräunlichte Haut, 
so sich auf dem, in ein gläsernes Geschirr auögegosse- 
nen, mit dem Bodensatz vermischten Wasser, sogleich 
zeigte, war stärker, als die vom Trinkwasser Doch 
wurde von beyden der Weingeist, nach einiger Dige 
stion , blaßgelb tingiret. Der Geruch der ganzen 
Masse war stark, und kam fast dem ben, der sich bey 
Austern, oder gesalzenen Seefischen, zu finden pflegt. 
8») Das von dem Bodensatz abgegossene Wasser, 
gab, bey ähnlichen Behandlungen, eben die Educte, 
als das bereits in Untersuchung gezogene Badwasser, 
nur in merklicher Quantität und Qualität 
9.) Der ausgelaugte Bodensatz behielt ziemlich 
seinen Geruch, und wurde beym Trocknen, in der Ober 
fläche , röthlich, untenher aber schwärzlich. Vor sich 
wurde solcher vom Magnet nicht angezogen. Bey 
dem, ohne Zusatz in einem Tiegel geschehenen Glühen, 
wurde die Masse obcnher braunroth, unten im Tiegel 
aber schwärzlich. Beydes aber wurde vom Magnet
	        

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