Full text: Beschreibung der Gesundbrunnen und Bäder bey Hofgeismar

derGesundbrunnenbey Hofgeismar. 99 
4.) Auf geflossene Galläpfel gegossen, bekam das 
Wasser keine eigentliche Purpur- oder schwarze, son 
dern eine gelbbraunlichte Farbe. 
{.) Auf den blauen Violensyrup gegossen, bekam 
das Wasser, nach 2. Stunden, eine blaßgrüne, in6 
Gelblichte fallende, dem Chrysolith ähnliche Farbe. 
6. ) Durch das Eintröpfeln des Salpeter- auch 
Salzgeistes, ingleichen der Solution deö Alauns, er 
gab sich keine besondere Veränderung. Hingegen ent 
standen voll eingetröpfeltem Vitriolöl viele kleine Bläs- 
genmit einer Effervescenz, und Verbreitung eines 
feinen säuerlichten Dampfte. 
7. ) Bey der Mischung mit gutem Franken- und 
Rheinwein, entstanden einige Bläögen, und war der 
Geschmack nicht unangenehm. 
8. ) Von der Solution des sublimirten Quecksil 
bers entstand wenige Veränderung, doch wurde, nach 
etlichen Stunden, das Wasser etwas weißliche, und 
bekam eine glänzende Haut. 
9. ) Von eingetröpfeltem geflossenen Weinsteinöl 
wurde das Wasser ganz milchicht, welches auch, wie- 
wol etwas schwächer, von dem Salmiakgeist, mit 
Wasser bereitet, geschahe. 
10. ) Stärker aber lactescirte das Wasser von der 
eingetröpfelten Silbersolution, und wurde nach einiger 
Zeit der Bodensatz bläuliche. 
11. ) Bey der in einem gläsernen Geschirr, auf 
einer Sandcapelle, angestellten langsamen Evaporation, 
bekam das, noch mit seinen obenangezeigten Flocken 
versehene Wasser, in der Oberfläche einen weißlichten 
Cremor, der nachmals etwas glanzend und blättricht 
erschien, welcher, behutsam abgenommen, mit dem 
Salpetergeist, und allen übrigen Säuren , . brausete, 
G 2 und,
	        

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