Full text: Beschreibung der Gesundbrunnen und Bäder bey Hofgeismar

Von der LebenSordmrng für Curgäste. 89 
men, Quitten, Vorstorfer- Reinetten. Calvilleapfel, 
wenige Kirschen, Hagebutten, können ohne Anstoß 
genossen werden. Macht etwa eins oder das an 
dere Blähungen, so muß es in Zukunft weiter nicht 
gegessen werden. Alle genannte Sachen bekommen 
fast einem jeden gut, nur muß man sie nicht rohe 
genießen. 
Alles zarte Flügelwerk: junge Tauben, Hüner, 
Capaunen, Rebhüner, Wachteln, Schnapsen, Ler 
chen , Drosseln, Krametsvögel, rc. ferner junges 
Rindfleisch, Kalbfleisch, jedoch Kopf und Füsse aus 
genommen, welche zuviel zähe Gallerte haben , Fleisch 
von Schaaf- Ziegenlämmern, jungen Hammeln, Hir 
schen , Nehm, Hasen, auch von ganz jungen 
Schweinen, sind Speisen für die Brunnengäste. 
Von den Fischarten kann man junge Hechte, 
Forellen, Karpfen, Barse, Grimpen, Schmerlen, 
Karauzen, sogenannte Butterkrebse, geniesen. Alle 
übrige aber, die ein zähes, hartes und moderichtes 
Fleisch haben, sind schädlich. 
Gewohnten kann man auch zuzeiten Milchspeisen 
erlauben, da sich die Milch recht gut mit dem Was 
ser verträgt. 
Von Kuchenwerk kann man Brod- Mandeltor 
ten, Biscuit, Anisbrod, Caffeebrod, Topfkuchen, 
und Zuckerzwieback essen. 
Alle sehr saure Speisen sind schädlich, inzwischen 
können einige Gerichte, welche mit weniger Säure, 
besonders Citronensäure angemacht sind, ganz gut 
auf die Tafel kommen. 
Des Mittags macht man eine gute Mahlzeit, 
des Abends aber,, wo man höchstens um 7. Uhr essen 
muß, geniester man weniger, und von leichten Speisen. 
F 5 Ueber-
	        

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