Full text: Touristen-Führer für die Umgebung von Cassel

Carl Schloß und Umgebung, legte die Cascaden an und nannte 
dann das Ganze Carlsberg. Im siebenjährigen Kriege litten 
die Wasserkünste ungemein durch die Franzosen, Landgraf Fried 
rich II. ließ sie nach dem Frieden wieder Herstellen durch den 
Baudirector Obrist von Gohr, verschönerte und erweiterte auch 
das Schloß. — Das Schloß in seiner jetzigen Ausdehnung 
wurde von Wilhelm IX. — später Churfürst Wilhelm I. — 
1787 begonnen und zwar mit dem südwestlichen Flügel, 1789 
wurde der nordwestliche und 1792 das Mittelgebäude erbaute 
Ursprünglich waren die Flügel mit dem Mittelbau durch Gal- 
lerien verbunden, erst viel später hat man die Zwischentheile 
eingesetzt, wohl nicht zum Vortheile des Ganzen. Der Eindruck, 
den das Schloß in seiner frühern Gestalt auf den Beschauer 
hervorgebracht haben mag, ist total vernichtet. Glücklicherweise 
hat der Architect sie — so zu sagen — nur angeklebt, so daß 
sie leicht weggenommen werden können, was sehr zu wünschen 
wäre, wenn dann die ursprüngliche Gestalt wieder hergestellt 
würde. Zu besichtigen ist das Schloß zu jeder Zeit durch Ver 
mittlung des Kastellans, an den Wassertagen nur bis 12*/* Ubr 
Nachmittags. Wer mit dem Ausfluge nach Wilhelmshöhe zu 
gleich oen Besuch des Aussichtsthurms „Elf Buchen" verbinden 
will, geht vom Hercules an der Restauration vorüber, über ein 
schmales Feld, durch die Thür der Lattenumzäunung, folgt dem 
gegen N. führenden Wege, der durch Wegweiser deutlich bezeichnet 
ist und kehrt wieder zum Hercules zurück. Die Entfernung be 
trägt 20 Minuten. - (Siehe Ausflug 7.) — Vom Königsplatz 
zum Schloß Wilhelmshöhe 1 l A St., über den neuen Wasserfall 
zum Merkurtempel l / 4 St., über Sokrates zur Löwenburg V 4 St., 
über Engels Steinbruch nach Möllers Ruh V 4 St., zum Oc* 
togon V 2 St. — Vom Schlosse bis zum Ootogou den kürzesten 
— oben angegebenen Weg 1 2 St.
	        

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