Full text: Touristen-Führer für die Umgebung von Cassel

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Ruheplätzchen mit lohnender Aussicht winkt, rechts in Wald 
und Berg, links ins offne Land hinaus. Von hier gegen S. 
gehend, erreichen wir die Fahrstraße, wandern auf ihr bis zum 
Platze unterhalb der „Teufelsbrücke", wo wir einen reizenden 
Blick auf das Schloß, Cassel und Umgebung haben und betreten 
den, nach SO. führenden Fußweg (Wegweiser „zum Sokrates"), 
der uns in lieblichem Waldesschatten zum „Sokrates" bringt. 
Der Blick durch die Schneise wird leider mit jedem Jahre mehr 
und mehr beeinträchtigt durch die sich stets mehr ausbreitenden 
Baumzweige, ist aber trotzdem recht erfreuend. Weiter gegen 
SO. pilgernd, erreichen wir in kurzer Zeit die „Löwenbürg", 
besichtigen den, in altfranzösischem Geschmacke angelegten Garten 
mit seinen verschnittenen Bäumen, seinen grünen hohen Wänden 
und finden, wenu wir ruhen wollen, einige allerliebst trauliche 
Plätzchen. In den Schloßhof eintretend, erblicken wir mehrere 
Statuen und Verzierungen, frühern Jahrhunderten entstammend, 
aus andern ältern Gebäuden zusammen getragen und hier auf 
gestellt, deren genauere Besichtigung wohl zu empfehlen ist. 
Durch die Zimmer, Kapelle und Rüstungskammer der Burg 
führt uns der Kastellan, wir lernen viel des Sehenswerthen 
dort kennen. — Die Löwenburg wurde von Churfürst Wilhelm!. 
1816 begonnen, 1820 vollendet und gleich ruinenartig gebaut, 
er bestimmte sie zu seiner Grabstätte und wurde nach seinem 
Tode in der Kapelle beigesetzt; ein Mausoleum, wie nicht leicht 
ein zweites zu finden sein möchte. — Wir verlassen die Löwen 
burg auf der Südseite, steigen die gegenüber liegende Terrasse 
bis zu der, auf dem höchsten Punkte stehenden Bank empor, 
von wo wir die ganze sich hier reizend präsentirende Burg über 
sehen können und außerdem einen Blick darüber hinaus ins 
Land frei haben. Von dem Punkte, wo wir gesessen, führt ein 
Weg um den Berg herum gegen O. abwärts bis zu einem 
Fahrwege, welchen er überschreitet, um dann zwischen Nadel 
holzbäumen aufwärts zu steigen. Wenn wir diesem Wege folgen 
bis ziemlich zur Höhe, erreichen wir einen Fahrweg, der von 
NO. nach SW. zieht, kreuzen ihn und gelangen nach wenigen 
Schritten an den Rand des Berges zu „Engels Steinbruch"
	        

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