Full text: Touristen-Führer für die Umgebung von Cassel

— 16 - 
und steigen gegenüber zur südlichen Kuppe empor. Ein voll 
ständig anderes Bild empfängt uns Pier, dicht vor und um uns 
lagert der breite Wald, über dessen festgeschlossenes Blätterdach 
hin wir Berg und Thal überschauen. Da liegt sie vor uns, 
die prächtige Gegend, in die unser Auge bei unsern frühern 
Ausflügen oft schon sich wonnetrunken vertiefte, aber anders 
wieder, ganz anders. Unter dieser Kuppe befindet sich eine Höhle 
und in derselben eine brunnenartige Abtäufung. Über die Ent 
stehung sind die Meinungen getheilt, wie es scheint, ist sie durch 
Menschenkräfte in den, durch vulkanische Gewalten entstandenen 
Felsen getrieben. Obwohl der Abstieg beschwerlich ist, suchen 
wir sie doch auf und finden vor ihr ein allerliebstes Ruhe 
plätzchen. Heilige Stille ringsum, fern ab von dem Treiben 
der Welt, von der wir nichts sehen, von der kein Ton zu uns 
dringt, die einzigen Laute, welche wir vernehmeu, erzeugen die 
rauschenden Wipfel der Bäume; ein wonniges Plätzchen zum 
Träumen. Bon der Höhle gehen wir steil ab gegen S. durch 
den Wald bis zu der Schneise, die sich an die früher überschrit 
tene Lichtung anschließt, wandern in dieser Schneise nach rechts 
W., erreichen die neue Straße nach Wolfhagen, gehen auf dieser 
eine kurze Strecke bis zur „Rasenallee", die von S. nach R. 
zieht, folgen dieser bis zum Waldesende und benutzen den, kurz 
nachher rechts sich zeigenden Fahrweg, um auf ihm nach 
Heckershausen zu gelangen. Nachdem wir das Dorf durchs 
wandert haben, steigen wir 50 Schritte hinter dem letzten Hause 
zum Stahlberge steil auf. Der Weg ist mehr eine, von 
Wassern gerissene Schlucht als ein Pfad, bessert sich jedoch bald, 
er ist etwas beschwerlich und an manchen Stellen anstrengend, 
der Blick von der Höhe lohnt indeß reichlich für die aufgewen 
dete Mühe. Außer dem Fuldathale eröffnet sich uns hier — 
besser noch als auf der Firnskuppe — die Aussicht auf den 
Dörnberg und die anliegenden Basaltkuppen. Wir gehen auf 
dem Wege, welcher uns heraufgebracht hat, 20—30 Schritte 
zurück bis zu der prächtigen Buche, an dieser vorüber den nach 
links führenden Fußweg, welcher uns nach 100 Schritten auf 
eine Lichtung bringt. Wir überschreiten diese gegen N., treffen
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.