Full text: Touristen-Führer für die Umgebung von Cassel

j, 
— 15 — 
Dorfes eine kleine Brücke erreichen, welche wir überschreiten und 
dan oen, 40 Schritte hinter derselben links abgehenden Fahr 
weg benutzen, der an einem links gelegenen neuen Hause vorüber 
immer gegen W. zieht. Wir gehen stets an einem Zaune ent 
lang, kümmern uns nicht um die links und rechts abbiegenden 
Wege, namentlich nicht um den, nach ca. 400 Schritten nach 
links abzweigenden Fahrweg, halten immer gegen den Wald 
an, bis wir nach 700 Schritten — von der Brücke an gerechnet 
— an einer scharfen Ecke des Zaunes, in welchem hier zwei 
Bäume stehen, angelangt, einen glatt getretenen Fußpfad über 
einen schmalen Grasplatz gegen NW. zum Walde aufsteigen 
sehen. Dieser Weg führt uns zu einer reizenden Waldparthie, 
die um so lieblicher ist, weil uns nur selten Menschen begegnen, 
wir unter dem Rauschen der Baumwipfel ungestört uns dem 
Beschauen hingeben und in vollen Zügen den erquickenden Wal 
desduft einathmen können. Wir kommen nach einiger Zeit an 
eine Schneise, kreuzen diese, treten wieder in den Wald ein und 
erreichen später eine weite Lichtung, wo sich der Stahlberg im 
N. vor uns zeigt, Heckershausen u. s. w. sichtbar wird; präch 
tiger Blick! Uber die Lichtung gelangen wir zur Ecke des gegen 
über liegenden Waldes, treten in denselben ein und finden nach 
einigen Minuten bei etwas Aufmerksamkeit eine links aufsteigende 
Anhöhe, zu welcher wir empor klimmen und damit die Firns 
kuppe erreichen. Ziemlich oben treffen wir auf einen Fußpfad, 
der sich im rechten Winkel vor den unsrigen legt, gehen auf 
diesem nach rechts, N., und gelangen auf die nördliche Kuppe, 
die ein prächtiges Bild vor den überraschten Blicken entschleiert. 
Im N. nahe vor uns liegt Heckershausen, am Fuße des Stahl 
berges, auf der Höhe NO. winkt Hohenkirchen und noch mehrere 
liebliche Dörfer lächeln uns aus dem, sie umgebenden Grün 
entgegen. Uber sie hinaus schweift das Auge NO- zum Wart- 
und Gahrenberge, Reinhardtswald, im O. zum Mündener Walde, 
im W. zum Dörnberge, während zu unsern Füßen sich Wiesen 
und wogende Kornfelder ausbreiten. Hier einige Zeit zu ruhen 
ist ein Genuß, wie er sich nicht allzuhäufig bietet. Wir gehen 
auf dem Wege, der uns herauf gebracht hat, 30 Schritt zurück
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.