Full text: Elektrische Heißluft-Apparate

Sehr günstig beeinflusst werden durch aktive Hyperämie 
1. Varicen und deren Folgezustände, vor allem Infiltrationen und Oedeme 
der Haut. 
2, Alte Thrombosen. Dieselben sollen nicht vor Ablauf von zirka 
6 Monaten nach Beginn der Erkrankung behandelt werden. 
3. Diabetische und arteriosclerotische Erkrankungen des Fusses 
und Unterschenkels. 
Hier muss wegen der herabgesetzten Sensibilität der Haut die Behandlung 
sehr vorsichtig, nicht mit hohen Temperaturen und in kürzerer Dauer angewendet 
werden. 
Ein sehr weites Feld für Heissluftbehandlung bieten auch die Gynäko- 
logischen Erkrankungen und verschiedene Beschwerden, welche in Folge von 
Adhäsionen nach Laparatomien zurückgeblieben sind. 
O. Bürger *), O. Frankl®), E. Runge *), Tuszkay“*) und andere empfehlen 
diese Therapie besonders bei: 
1. Chronischen Entzündungen des Uterus, der Paramatrien und 
Andnexe, 
2. Pelveoperitonitis, 
3. Chronische Exsudate. 
Contraindiciert ist diese Art von Behandlung bei allen acuten, mit Fieber 
einhergehenden Prozessen, bei ausgesprochenen Eiterungen und bei tuberkulösen 
Erkrankungen des Bauchtells. 
In diese Indicationstabelle nicht aufgenommen sind die Allgemeinan- 
wendungen der Heissluftbäder, weil die Anzeigen für diaphoretische Prozeduren 
des ganzen Körpers längst Gemeingut aller Aerzte geworden sind. Bezüglich 
Heissluftbehandlung der Erkrankungen der Haut, der Geschlechtsorgane, der 
Ohren und Augen wird auf die Spezialliteratur dieser Disziplinen verwiesen. 
Allgemeine Prinzipien bei Anwendung der 
Heissluftapparate 
Die lokale Applikation der Heissluft sollte niemals über eine Stunde 
täglich ausgedehnt werden, nur bei jungen kräftigen Patienten kann man nötigen- 
falls auch 2 Behandlungen im Tage vornehmen. 
Für gewöhnlich wird man mit !/2—*/4 stündigen Sitzungen ausreichen. 
Im Falle diese Therapie nicht nur an einzelnen Gelenken, sondern über 
grössere Körperteile zur Anwendung gelangt, so müssen bei der Behandlung 
Ruhetage eingeschaltet werden, und die Erfahrung lehrt auch, dass anämische, 
ältere und in ihrer Ernährung herunter gekommene Patienten manchmal durch 
diese Kur leicht ermüden. 
!') Bürger, Wiener klin. Wochenschrift 1903, Nr. 28. 
?) O. Frankl, Wiener med. Wochenschrift 1905, Nr. 2. 
3) E. Runge, Münchner med. Wochenschrift 1903. 
14) Tuszkay, Ung. med. Presse 1904. 
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