Full text: Geschichte der Residenzstadt Cassel

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0 wacht des Kurprinzen, hierauf er selbst zu Kotz, begleitet uon den Generalen 
0 ° Müller und Prinz uon Solms, sowie dem Stab. 6ine zweite Abteilung der 
^ Stabswacht, dann die freiwilligen Jäger zu Pferd, das Eeibdragonerregiment, 
@ das Husarenregiment, die freiwilligen Jäger zu Putz, das Grenadierbataillon 
uon Loßberg, das Infanterieregiment Prinz Solms, das Minierkorps und die 
a Artillerie, fast genau so wie beim Ausmarsch rangiert, so zog die Abteilung 
0 in Parade uorüber. 
a Am Schaumburgischen Garten (Gehe des Philosophenwegs) hatte die 
städtische Behörde uor einer grotzen Ehrenpforte Aufstellung genommen und 
@ begrüßte die Einziehenden. Dem Kurprinzen ward uon weißgekleideten 
O Jungfrauen auf seidenem Kissen ein sorbeerkranz mit dazugehörigem Ge 
st dicht überreicht. Dann ging’s mit klingendem Spiel zum Tore hinein, mit 
8 Linksschwenkung zur Königsstraße, wo wiederum auf dem Balkon ihres 
a Palais die alte Kurfürstin mit der Kurprinzessin und deren Kindern den Zug 
0 erwartete. Endloser Jubel empfing insbesondere die freiwilligen Jäger zu 
a Putz und Kotz, bei denen die Lasseier Bürgersföhne, 500 an der Zahl, mit ins 
8 Peld gezogen waren. Auf dem Priedrichsplaß lösten sich die Verbände auf, 
0 ° und die Heimgekehrten wurden im Triumph zu ihren Quartieren geleitet, 
o Mittags war große Tafel im Belleuueschloß, abends Pestuorstellung im 
0 ° Theater mit der Oper Sargines. Ein Prolog, uom Hoftheaterdichter Döring 
uerfaßt und uon Prau Direktor Peige gesprochen, leitete die Vorstellung ein. 
A Glänzende Illumination der Stadt beschloß den denkwürdigen Tag. 
f9 Am 6. Juli, zwei Tage nach dem Einzug, gab die Stadt ihren Prei 
st willigen zu Ehren ein großes Gastmahl in den festlich geschmückten Sälen 
0 des Orangerieschlosses, bei dem auch der Kurprinz mit der Generalität zu 
0 ° Gaste war. Abends war großer Ball daselbst, zu dem auch die Kurfürstin mit 
der Kurprinzessin erschien. „Als die Dacht hereinbrach,“ berichtet die hiesige 
a amtliche Zeitung in dem damals üblichen gehobenen Stil, „war der ganze 
0 Orangeriegarten glänzend erleuchtet. Tausende uon Menschen, worunter die 
0 8 Auswahl der schönen Vielt, in aller Prische ihrer eigentümlichen Parbe, uer- 
mischt mit glänzenden Uniformen jeglicher Klaffe, mit jener herrlichen Iu- 
a gend, die unter den Pahnen des Vaterlandes mutig ins Peld gezogen, uor 
0 allem aber mit einem Volke, dessen erhöhter Lebensgenuß sich in den herz- 
a liebsten und naiuesten Aufwallungen kundgab, lustwandelten in der herrlichen, 
0 uon uielen Lichtern erleuchteten Orangenallee uor den Sälen, oder uereinigten 
a sich in traulichen Kreisen auf den Bänken der Terrassen oder genossen des Tanzes 
0 in den großen Sälen. Dieselbe Menge ergoß sich in Strömen in den erleuchteten 
Garten, als Kanonenschüsse und Raketen das Peuerwerk uerkündeten, welches 
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