Full text: Geschichte der Residenzstadt Cassel

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so machte sich ihr fehlen vier Tage später, da die städtischen Behörden mit 
den übrigen ihrem sandesvater nach vierwöchiger Abwesenheit wieder vor 
gestellt werden sollten, noch unangenehmer bemerklich. Denn ausser dem Maire 
war fast niemand erschienen, und der Minister des Jnnern sah sich zu einer 
ernsten Rüge veranlaßt. 
natürlich durfte bei einem solchen Anlaß wie der Rückkehr der Maje 
stäten aus dem Bad abends auch die Illumination nicht fehlen. Am 28. Juni 
richtet der Polizeipräfekt nachstehendes Schreiben an den Maire von Canstein: 
„Herr Maire! Die Rückkehr Sr. Majestät ist auf den nächsten Mittwoch 
den 3. Juli festgesetzt. Sie haben mich um meine Meinung darüber zu fragen 
beliebt, ob die Einwohner der Stadt an jenem Tage illuminieren sollen. Jch 
trage kein Bedenken, Jhnen zu eröffnen, da(3 jeder Bürger bei einer so 
feierlichen Gelegenheit illuminieren muH! Jndessen würde in Er 
mangelung offizieller Mitteilung ein großer Teil der Bürger in betreff des ge 
nauen Zeitpunktes der Rückkunft unseres allgemein geliebten Eandesfürften 
im unklaren bleiben. 6s ist daher notwendig, daß von morgen ab ein jeder 
benachrichtigt werde, um öffentlich von seiner Freude Zeugnis ab 
legen zu können. Allein ich denke, daß man vermeiden muß, das Ver 
dienst dieses Aktes der Dankbarkeit und der Hiebe zu schmä 
lern, indem man die Benachrichtigung, die jeder erhalten muß, zu sehr hervor 
treten läßt. Demgemäß müssen die Quartierkommissarien oder andere Bürger 
es auf sich nehmen, dies in allen Häusern anzusagen, damit Gemeinsamkeit 
herrscht, und damit kein Haus bemerkt werde, wo man unterlassen 
hätte, das zu tun, was man ohne Zweifel mit Freuden getan 
hätte, wenn die Einwohner benachrichtigt worden wären.“ 
Man konnte den Patriotismus auf polizeilichen Befehl wohl nicht feiner, 
aber auch nicht deutlicher einschärfen. Die Verordnung des Maire lautete dem 
entsprechend, und die Jllumination hatte stattzufinden sogar für den Fall, daß 
Jerome Cassel gar nicht berührte, sondern direkt nach Tlapoleonshöhe fuhr. 
Das Jahr 1811 bezeichnet den Höhepunkt der napoleonischen Macht. 
Wenn auch in Hessen der Glaube an die Rückkehr der alten Verhältnisse fester 
denn anderswo saß, wie dies ein damaliger blinder Bewunderer der Fran 
zosen und Feind alles Deutschtums, zumal aber der Hessen, der hiesige Pagen 
hofmeister Zinserling, ingrimmig bemerkt, so schien doch der Zeitpunkt dafür 
weit hinausgerückt, daher es kommen mochte, wenn den zeitgenössischen 
Berichten anders Glauben beizumessen ist, daß der Empfang des Königs-
	        

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