Objekt: Leutnants-Erinnerungen eines alten Kurhessen

*191 
⁊ 
VIII. 
Die Festungszeit. 
ieder einmal war ich auf dem 
Wege nach Hanau. Nicht wie 
ehemals in der Thurn und 
Taxis'schen Postchaise, nein, 
schon per Eisenbahn nahte ich 
mich — nach zweijähriger Abwesen⸗ 
heit — freudig bewegten Herzens 
dem alten Nest. Wie die meisten 
Menschen im gleichen Falle gedachte 
ich nur der Freunde und Freuden, 
die meiner harrten, nicht daran, daß 
mancher fehlte im trauten Kreis; 
nicht daran, daß wie einst, so auch 
in Zukunft, Trübes und Frohes in 
wechselnder Mischung mir bevorstand. 
Damals, in urewiger Vorzeit, als die Menschen 
die Wohnung im Paradies gekündigt erhielten 
und abziehen mußten, hat sich Eva sicher noch 
einen Strauß schöner Blumen vorher gepflückt. 
Der Engel aber mit dem feurigen Schwert, der 
gerade die Wache hielt, hat ein Auge zugedrückt 
und gutmüthig 'nen anderen Weg gesehen, so daß 
Frau Eva die Blumen durchschmuggeln konnte. 
Die Kinder Evas aber pflanzten diese Blumen 
in ihre Gärten. So haben sie sich erhalten bis 
auf den heutigen Tag, als wahre Paradiesgaben. 
Oder ist es nicht etwas Wunderbares, daß wir
	        
f
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.