Full text: Geschichte der Residenzstadt Cassel

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bald, seit der zweiten Hälfte des September, der Mangel an Lebensmitteln 
in der Stadt bedenklich fühlbar und, was noch unleidlicher war, der an Trink 
wasser, da die Belagerer der Stadt die Röhrenleitung abgeschnitten hatten 
und auf keine Herstellungen der hessischen Regierung in dieser Hinsicht ein 
gingen. Tlur das erreichte letztere, datz allen, welche die Stadt verlassen wollten, 
dies gestattet wurde, von welcher Erlaubnis am 28. und 29. September an 
3000 hiesige Einwohner Gebrauch machten. Dies waren vorzugsweise die 
besser Situierten; die ärmere Bevölkerung und alle die, welche sonst zurück 
bleiben mutzten, litten bald die entsetzlichste Tlot. Seit dem 1. Oktober er 
hielt die Besatzung nur Haferbrot, Pferdefleisch war bald ein Leckerbissen. 
Plan berechnete, datz die Belagerten überhaupt nur bis zum 10. Oktober 
zu leben haben würden, da, wie ein vom Prinzen in die Stadt gesandter Spion 
berichtete, von den drei vorhandenen Magazinen zwei bereits leer und das 
dritte nicht mehr voll fei. Es war nicht gut, datz dem Gouverneur in dieser 
Zeit ein Schreiben des Prinzen Soubise zukam, vom 12. September datiert, 
darin baldige Verproviantierung verheitzen wurde. Denn an eben dem Tage, 
wo es eintraf, war die Hoffnung, das entsandte Korps werde sich durchschlagen, 
vereitelt worden. Jn diesem Schreiben sollte auch die Weisung an Diesbach 
enthalten gewesen sein, wenn bis zum 10. Oktober kein Entsatz gekommen, 
die Festung zu übergeben. Auf diese Kunde hin Uetz der Prinz von Braun 
schweig erneute Anerbietungen machen, die aber alle an dem Eigensinn oder 
dem Mißtrauen und der Ängstlichkeit des Kommandanten scheiterten. 
So erging am 11. Oktober der Befehl aus dem alliierten Hauptquartier, 
bis zum 16. die Laufgräben zu eröffnen. Es trafen die vom Prinzen erbetenen 
Verstärkungen ein, so datz das Belagerungskorps jetzt auf 12000 Plann ge 
bracht wurde. Auch wurde ihm der Artilleriegeneral Huth zur Unterstützung 
beigegeben. 
Hun wurden auch in der Hackt vom 16. auf den 17. Oktober an drei ver 
schiedenen Punkten die Laufgräben eröffnet: nämlich auf der Höhe hinter 
Rothenditmold, auf dem Plöncheberge und rechts der Fulda in der Hähe der 
Pulvermühle in der Richtung auf Bettenhausen. Alles wurde mit solcher 
Genauigkeit und Stille angesetzt, datz der Gegner erst am Morgen, als es heller 
Tag war, des Geschehenen inne wurde. Sein Versuch, die nicht ganz vollen 
deten Werke bei Bettenhausen durch Feuer von den Wällen und einen Aus 
fall zu stören, wobei die Pulvermühle und die Ölmühle an der Lotse in 
Flammen aufgingen, hatte nur vorübergehenden Erfolg. 
Jetzt machte der Kommandant seinerseits den ernstlichen Versuch, zu 
einem ehrenvollen Abzüge zu gelangen. Hu gleicher Zeit, wo der Ausfall 
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