Full text: Geschichte der Residenzstadt Cassel

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Tazaretten Entlassenen hinzukamen. Den Oberbefehl führte ein Schweizer 
in französischen Diensten, der General von Dierbach, ein Mann, zwar nicht 
uon der Tatkraft und Befähigung des Grafen uon Broglie, aber doch uon einem 
zähen Beharrungsvermögen allen Widerwärtigkeiten gegenüber, das ihn für 
seinen Bosten trefflich geeignet machte. Dazu war er als Ausländer doppelt 
bedacht, sich den Kücken zu wahren. 
Die Einschließung der Stadt vollzog sich, nachdem Herzog Ferdinand 
Hersfeld genommen hatte, im Taufe des 19. August. Die Teilung der Be 
lagerung hatte der Herzog feinem Hessen, dem Prinzen Friedrich von Braun 
schweig, übertragen. Die Zernierung geschah in der Illeise, daß der Prinz 
mit 6 Grenadierregimentern, 2 Kegimentern Dragoner und einem Regiment 
hessischer Husaren auf der Höhe von Jhringshausen Stellung nahm; zwei 
weitere Infanterieregimenter unter dem Oberst von Schliessen, der später 
durch den Oberst Otto abgelöst wurde, standen rechts der Fulda auf der Höhe 
bei Tandwehrhagen, während die braunschweigischen 'Jäqzv nebst dem Frei 
korps des Majors von Kauen den Paß bei Helsa besetzt hielten. Gleichzeitig 
ließ der Herzog die hessische Division des Generalmajors von der Malsburg 
(2 Bat. Malsburg, 2 Bat. Gilsa und 2 Esk. Hodenberg-Dragoner) nach dem 
sogenannten Brand am Baunsberge marschieren. Das Hauptquartier des 
Prinzen war zunächst in Simmershausen. 
Auf die (wie sich herausstellte, irrige) Kunde, daß die Festung Cassel 
nur ungenügend armiert und mit Munition versehen sei, schickte der Prinz 
von Braunschweig am 21. August einen Parlamentär ab, um den General von 
Diesbach zur Übergabe aufzufordern, wobei er die günstigsten Bedingungen 
bot. Wenn aber die erste Kugel über den Wall hinübergeflogen sei, hieß es, 
so werde nur von völliger Kriegsgefangenschaft die Kede sein. Diesbach lehnte 
ab. Es brauchte ihm auch nicht zu eilen; denn das Belagerungskorps erhielt 
erst am 7. September seinen schweren Artillerietrain von Braunschweig aus 
nebst einer weiteren Derstärkung von 5 Bataillonen. Und auch jetzt konnte 
die eigentliche Belagerung noch keineswegs beginnen; denn Zwischenfälle auf 
dem Kriegsschauplätze machten in den nächsten Tagen den vorübergehenden 
Rücktransport der schweren Artillerie nach Münden und Detachierungen zur 
Hauptarmee notwendig, so daß das Einschließungskorps nur wenig über 
6000 Mann zählte, also dem eingeschlossenen kaum überlegen war. Darum 
geschah auch auf beiden Seiten nichts, zumal die immer wieder auftauchenden 
Friedensgerüchte ein baldiges Ende der Feindseligkeiten erhoffen ließen. Erst 
das siegreiche Gefecht der Alliierten an der Brücker-Mühle bei Amöneburg ge 
stattete die kräftige Wiederaufnahme der Belagerung. Darauf machte sich 
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