Full text: Geschichte der Residenzstadt Cassel

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ufer und zog, unbehelligt uon den Franzosen, auf der Strafe nach Münden 
ab. 7n der Stadt hatte er nur ein Kommando uon 1 Offizier und 50 Mann 
zurückgelassen, um zu kapitulieren. 
Somit war Cassel wiederum in der Gewalt des Feindes. Wäre Kiel- 
mansegge weniger eilig mit seinem Abzüge gewesen und hätte er uon dem 
Erfolge des Herzogs bei Marburg Kunde gehabt, so wäre die Festung wohl zu 
halten gewesen. Diesmal war der Krieg unseren Bürgern besonders nahe 
gerückt. Tloch nie hatten sie den Donner der Geschütze und das Knattern 
des Kleingewehrfeuers in solcher Hähe uernommen. Die Kugeln schlugen bis 
auf die Strafen der Stadt, und in der Hohentorftrafje wurde ein Bürger, 
der Krämer Schweinebraten, durch eine Bombe, die in fein Haus fiel, der 
artig uerwundet, datz er nachher im französischen sazarett uerstarb. Der 
Plünderung — man weitz nicht, für welches Hergehen — entging die Ein 
wohnerschaft nur gegen eine besondere Erkenntlichkeit an Geld und Tebens- 
mitteln für die sächsischen Truppen, woneben die Franzosen für sich noch eine 
Kontribution im 30 fachen Betrage ausschrieben, so datz aus jedem Haufe 
durchschnittlich 4 Taler aufzubringen waren. Vergebens suchte die Stadt 
kasse damals bei der Regierung ein Kapital uon 3000 Talern aufzunehmen, 
fouiel Geld war in dieser nicht uorhanden. 
Die beiden feindlichen Heere behaupteten den Winter über ihre Stel 
lungen, wenn auch die Franzosen in dem gänzlich ausgesogenen Hessenland 
nur mit grotzer Mühe; und wiederholt beantragte Marschall Broglie bei seiner 
Regierung, die Stellungen hier räumen zu dürfen, was aber nicht nachgegeben 
wurde, bis das ganze besetzt gehaltene Gebiet uöllig ausgesogen sei. Dabei 
wurde eifrig an dem Ausbau und der Armierung der Festungswerke, ins 
besondere der Werke des Gietzbergs und des Totenberges, weiter gearbeitet 
(Abb. Tafel 11). 
Als daher Herzog Ferdinand, dem Drängen des Preutzenkönigs nach 
gebend, der nach König Georgs II. uon England Tod einen Umschwung der 
Politik dieses Reiches besorgte, den Feldzug des Wahres 1761 sehr frühzeitig, 
schon mit dem 9. Februar, eröffnete und in drei Heeresabteilungen die Stel 
lungen der Franzosen an der Werra, bei Cassel und an der Edder angriff, 
da wurde durch den nach allen Regeln der damaligen Kriegskunst angelegten 
Plan die Räumung Hessens zwar fast ohne Schwertstreich erreicht. Aber Cassel, 
die Hauptstadt des Tandes, ging diesmal nicht wie früher über, sondern blieb 
in der Gewalt der Franzosen und war nur durch eine regelrechte Belagerung 
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