Full text: Geschichte der Residenzstadt Cassel

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der Mohlengasse, der heutigen Kastenaisgasse, die ihren nun längst vergessenen 
Namen davon hatte, datz sie durch die Mohlenpforte zu der sogenannten 
Scheibenmühle an der Ahna hinführte. Die (nun zugebaute) Knickgafse 
zweigte hier gleich am Bingang rechts ab und erreichte bei den Häusern 3 
oder 5 der' Artillenestrasje das Freie, die städtische Almende. Und hier bei 
des Klosters Baumgarten, in dessen Bezirk jetzt das Zeughaus steht, befand 
sich der besagte Turm, der ohne Zweifel von dem „Knick" seinen Flamen 
trug, den die an dieser Stelle nach der Altstadt umbiegende älteste Stadt 
mauer machte, von welcher noch ein Rest an der Hinterseite des Hauses 
UJeifjer Hof 10 (nach dem Töpfenmarkt zu) erhalten fein dürfte; und er 
gab wieder der Gaffe den Hamen, nicht umgekehrt. Denn bei dieser war 
kein Knick vorhanden. Später wurde dann die Freiheiter Mauer oben von 
der Mohlenpforte her um das Kloster herum zur alten Mauer geführt, und 
beide, die alte und neue, müssen im Jahr 1429 noch gestanden haben, wo 
die Stadt dem Kloster ein Stück von ihrer Almende „zwischen der Druse! 
und den Stadtmauern (so!) hernieder von des Klosters Baumgarten und 
vom Knickturm hernieder" überlätzt?) Die Druse! oder ein Arm derselben 
flotz nämlich durch die Knickgasse, wo sie das Blasser zu einer der hiesigen 
öffentlichen Badestuben hergab, und dann weiter vermutlich in das alte 
Ahnabett. Die letzten Hefte der alten Stadtmauer wurden an dieser Stelle 
beim Bau des Zeughauses beseitigt, weshalb wir ihnen nicht mehr auf den 
alten Stadtplänen von Michael Müller (1547) und Merlan (1646, nach Dilich 
1605) begegnen. 
Don der Mohlenpforte, die feit dem 17. Jahrhundert den noch gänzlich 
unerklärten Hamen „Kastenal“ erhielt, gelangen wir an der Mauer entlang 
wandernd zum Müllertor am Ende der Müllergasse, zu dessen Heubau 
Bürgermeister und Hat im Jahre 1414 von Jütte Schilderade 50 Gold 
gulden erborgen. Jn einem weiteren Bogen umzieht nun die Mauer die 
Schäfergasse und das jetzt dort sich befindliche Heumagazin und wird erst 
wieder durch den Hohentor-Turm am Ausgange der Hohentorstratze, da wo 
diese von der Königsstratze heute gekreuzt wird, doch jenseits der letzteren, 
unterbrochen. Ausserhalb dieses Tores lag bis in die 70 er Jahre des 15. Jahr 
hunderts der Stadt Feuerteich, der dann in die Stadt auf den Eedermarkt 
(Martinsplatz) verlegt wurde. Dom Hohentor läuft die Mauer, nur von 
einem namenlosen Turm, etwa am Platte des Hauses Hr. 50 der Unteren 
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1) Urkunde bei Eennep: Cod. prob. Nr. 243; die Segenurkunde im hiesigen 
Stadtarchiv. Beide Male deutlich „zwischen den Stadtmauern“.
	        

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