Full text: Der alte Nettelbeck

Dritter Abend. 
^Kn stummer Erwartung saßen die Kinder um ihren 
geliebten Vater Nettelbeck, welcher fortfuhr: 
Wir wurden von der Welle, die unser Boot umwarf, 
alle herausgespült. Ich ergriff ein Ruderholz, und war 
so glücklich, mich über den) Wasser zu erhalten. Wo die 
Andern blieben, sah ich nicht. Indeß war unser Unglück 
von den dänischen Kriegsschiffen nicht unbemerkt geblieben; 
und sogleich auch stieß ein Fahrzeug ab, uns zu retten. 
Allein es war stockfinster, und von uns Verunglückten keine 
Seele aufzufinden. Nur die Schaluppe kam ihnen in den 
Wurf und war geborgen; freilich aber war die ganze La- 
_ düng davongeschwommen und ging verloren. 
Unter uns Umhertreibenden mochte ich wohl der Erste 
sein, der sich glücklich aus diesem bösen Handel zog. Ich 
trieb nämlich gegen ein vor Anker liegendes Schiff, und 
erhielt mich so lange am Ankertau, bis die Leute mich zu 
sich an Bord ziehen konnten. Mein guter Oheim hingegen 
ward ebensowohl durch den harten Sturm als die schnelle 
Strömung beinah eine Viertelmeile weit, bis unterhalb 
des dänischen Kastells, davon geführt. Aber indem er sich 
kümmerlich an eine Segelstange so geklammert erhielt, 
drauchte er wohl eine Stunde, bevor er mit Schwimmen
	        

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