Full text: Der alte Nettelbeck

Ein und zwanzigster Abend 
^tettelbeck. Die Franzosen fuhren fort, sich in 
der Wolfsschanze immer fester zu setzen; dagegen sprangen 
viele unsrer eisernen Kanonen, welches zugleich einer 
großem Menge von Artilleristen auf den Wallen das 
Leben kostete, als durch feindliche Kugeln hingerafft wurden. 
Ohnehin bestand die Zahl derselben, von Anfang an, nur 
aus Einer Compagnie, deren Dienst allmalig so schwer 
und anstrengend wurde, daß die armen Leute sich zuletzt 
kaum mehr auf ihren geschwollenen Füßen zu erhalten 
vermochten. Eine erwünschte Erleichterung erhielten sie 
indeß durch den freiwilligen Hinzutritt einer Anzahl von 
Bürgersöhnen, welche sich in der Bedienung des Geschützes 
bald eben so anstellig, als eifrig, bewiesen. 
Wenn aber der zunehmende Mangel an brauchbaren 
Stücken, in einem Augenblicke, wo wir deren mehr, als 
jemals bedurften, uns mit nicht unbilliger Sorge erfüllte; 
so mag man sich auch unsre freudige Ueberraschung vor 
stellen, als am 14. Juni die Meldung einging, daß 
ein englisches Schiff sich in der Rhede nähere, welches uns 
eine Anzahl neuen Geschützes, sammt dazu gehöriger Mu 
nition, zuführe.
	        

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