Full text: Der alte Nettelbeck

* 
I 
267 
zuerst wieder, und erweckten Ln Colberg selbst, beim Bürger 
wie beim Soldaten, einen ganz neuen Geist und Muth, 
trugen auch dazu bei, den Feind, oder doch einzelne Strei 
fereien desselben, noch mehrere Monate hindurch aus unsrer 
Nähe zurückzuhalten. Kurz, jeder Preuße muß ihm dafür 
dankbar sein, daß er sich, so wie um sein Vaterland über 
haupt, so um Colberg insonderheit, ein nicht geringes 
Verdienst für immer erworben hat. 
Heinrich. Werden wir noch mehr von Schill er 
fahren? 
Nettelbeck. Noch Manches, das sich in Colberg 
zutrug. Allein er hat noch mehr gethan, das wird euch, 
wenn ihr größer sein werdet, ein braver Landsmann, der 
Superintendent Hacken in Treptow, erzählen. 
Carl. Wie so? wie so? 
Nettelbeck. Er beschreibt die Thaten Schill's und 
er schreibt wahr und gut. 
Fritz. Was ist aber aus dem Bericht an unsern 
guten König geworden? 
Wilhelm. Konnte er den braven Colbergern nicht 
zu Hülse kommen? 
Nettelbeck. Nein, der Feind war auch schon über 
die Weichsel gegangen, und dort mußte ihm der größte 
Widerstand entgegengesetzt werden. 
Aber er half uns, so viel er konnte, und das nächste 
Mal sollt ihr erfahren, was zu unsrer Vertheidigung weiter 
für Vorkehrungen getroffen wurden.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.