Full text: Der alte Nettelbeck

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mit wir die tausend Fragen und Antworten, die uns 
beiderseits auf der Zunge schwebten, gegen einander aus 
tauschen könnten, indem er zu mir herübersprang und mir 
vollkommene Befriedigung meiner Neugier gelobte. 
Carl. Nun, wie war es ihm denn möglich gewesen, 
den Weg zu finden, da er keine Kenntniß dazu hatte. 
Heinrich. Und warum hatte er sich denn so 
heimlich entfernt? 
Nettelb eck. Daß er sich mit dem Schiffe glücklich 
nach Rotterdam hingefunden hatte, war mir bereits im 
März durch die französische Fregatte zu Ohren gekommen. 
Allein wie er dies bei seinen eingeschränkten Kenntnissen 
vom Seewesen, und ohne einen festen Punkt von Länge 
und Breite mit sich zu nehmen, habe möglich machen 
können, wollte mir eben so wenig, als daß sein Verschwin 
den ein bloßes Werk des Zufalls gewesen sein sollte, ein 
leuchten. Indeß behauptete er doch, er habe, als es 
Tag geworden, uns weder gesehen, noch wieder auffinden 
können, und sei also genöthigt gewesen, seinen Kurs nach 
Gutdünken gegen den Canal zu einzurichten. In dieser bei 
behaltenen Richtung sei er glücklich weiter gesegelt, und 
sei ohne alle Gefahr und Schaden nach Rotterdam ge 
kommen. 
Carl. Was ward denn nunmehr mit jenem Schiffe 
angefangen? 
Nettelbeck. Es ward zum Besten derjenigen ver 
kauft, welche durch die schändliche Betrügerei des franzö 
sischen Schiffskapitans betrogen worden waren. Den dritten 
Theil aber erhielten wir, die wir dies Schiff gerettet 
hatten.
	        

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