Full text: Der alte Nettelbeck

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Liebe und Güte nach Würden zu vergelten, und hatte 
wohl nicht gedacht, daß sich mir dazu hier an der Küste ' 
von Afrika eine so erwünschte Gelegenheit aufthun sollte. 
Julius. Wie gut ist's doch, wenn man gegen 
Fremde wohlthätig ist, man kann nicht wissen, wie es ' 
einem selbst, oder den Seinen zu gute kommen kann. 
Fritz. Und die Freude, wenn man jemand hat 1 
helfen können! 
Nettelbeck. Diese Freude habe ich mehreremale 
gehabt, und kann auch versichern, daß man kein größeres 
Glück genießen kann. 
Wilhelm. Was geschah nun weiter? 
Nettelbeck. Auf dem neuen Schiffe ward ich durch 
die Empfehlung des Pflegebefohlenen meiner Eltern und 
des Gouverneurs so freundlich aufgenommen, daß es mir 
vorkam, als wäre ich aus der Hölle in den Himmel ge 
kommen. 
Nach gepflogener Berathschlagung mit meinem Kapitän 
wandten wir das Schiff wiederum gegen die westlicher 
gelegenen Punkte, um unsre Ladung durch fortgesetzten 
Handel zu vervollständigen. Das beschäftigte uns, bis in 
den September hinein, während welcher Zeit der gute * 
Mann, zu meiner nicht geringen Freude, sich merklich er- , 
holte, und endlich auch wieder auf dem Verdeck erscheinen 
konnte. Während dieser Zeit traf ich ganz unerwartet 
den Steuermann Peters an, der uns in vorigem Herbste 
mit dem französischen Schiffe, das wir ganz verlassen 
gefunden hatten, so unerwartet und bei Nacht und Nebel 
davon gegangen. Auch mein Gesicht ward ihm sofort 
kenntlich, er rief meinen Namen, und wir verloren keinen 
Augenblick, unsre Fahrzeuge aneinander zu befestigen, da-
	        

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