Full text: Der alte Nettelbeck

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und daß sich alle diese Lander dabei in dem elendesten 
Zustande befinden. Aber eben <0 wenig kann auch abge- 
läugnet werden, daß die erste Veranlassung zu all diesem 
Elende von den Europäern herrührt, welche durch ihre 
eifrige Nachfrage den Menschenraub bisher begünstigt und 
unterhalten haben. 
Fritz. Aber wenn auch kein König solche Grausam 
keiten bestraft, so dürfen sie doch von keinem Christen 
verübt werden. Wir lernen ja, baß alle Menschen unsere 
Bruder sind, und daß wir keinem derselben etwas Böses 
zufügen dürfen. 
Nettelbeck. Du hast wohl recht, lieber Fritz, daß 
es eine schwere Sünde ist, die mehrere christliche Nationen 
Europas auf sich laden. Doch zum Glück haben seit meh 
reren Jahren schon die Engländer, welche zur See am 
mächtigsten sind, allen Sklavenhandel verboten. Kein Eng 
länder darf weder selbst sich damit befassen, noch dulden 
die englischen Kriegsschiffe dieses von andern Nationen. 
Caro l. Das ist recht menschlich von den Engländern. 
Julius. Nun, da haben wohl jetzt die armen 
schwarzen Menschen Ruhe? 
Nettelb eck. Leider nicht. Die bewaffneten englischen 
Schiffe können nicht überall sein, und da finden sich noch 
schlechte Menschen genug, die sich mit diesem schändlichen 
Handel befassen. 
Charlot. Von welchen Nationen sind diese. Doch 
keine Christen? ^ 
Nettelb eck. Leider Christen, meist sind es Spanier 
und Portugiesen. 
Heinrich. Leidet denn das der König von Spanien? 
Nettelb eck. Leider!
	        

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