Full text: Ungebundene Uebersetzungen der Gedichte des Q. Horatius Flaccus

38o Horaz. Sendschr. von der Dichtk. 
ob er etwa * seines Vaters Grabstäte verunheiligt 
und besudelt, oder ob er sonst als ein ** großer 
Missethäter die traurigen Ecken *** eines vom Blitz 
gerührten, und durch ein Schafopser öffentlich f 
geweiheten Ortes wacklend gemacht. Wenigstens 
ist dieß gewiß, daß er rasend ist, und wie ein 
Bär, wenn, er aus seinem Behältnisse sich loß- 
reißen können, Gelehrte und Ungelehrte, durch 
Herlesung seiner jämmerlichen Verse aus dem We 
ge jagt: den er aber packt, den hält er fest, und 
plagt ihm durch seine Vorlesungen die Seele aus 
dem Leibe, nicht anders, als wie ein Blutigel, 
der von der Haut nicht eher abläßt, als bis 
er sich dick gesogen ff. 
* seines Vaters Ehebette nach 
dessen Tode beflecket/ 
** Blutschänder 
*** Kanten 
f geheiligten 
ff und von selbst abfällt: al 
so lässet ein solcher seinen 
Zuhörer auch nicht ehe von 
ssch, als bis er selbst vom 
herlesen müde und von den 
Lobsprüchen über seine Verse 
erlättiget ist. 
ENDE.
	        
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